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Westjordanland: Netanjahu verurteilt Siedlergewalt ungewöhnlich scharf
In einem seit Wochen von israelischen Siedlern belagerten Dorf im Westjordanland ist es erneut zu Gewalt gekommen. Die Täter schadeten "Israels Ansehen in der Welt", kritisierte nun Premier Netanjahu.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt.
Er verurteile "entschieden die kriminellen Gewalttaten" einer "Handvoll Randalierer" in den Dörfern Kusra und Dschalud, erklärte Netanjahu. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten "Israels Ansehen in der Welt". Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.
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In Kusra hatten am Samstag dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser.
Auch im nahegelegenen Dschalud griffen Siedler nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa eine palästinensische Familie sowie ein sie begleitendes ausländisches Medienteam an.
In Kusra ist es bereits seit Anfang August wiederholt zu Auseinandersetzungen gekommen, nachdem Siedler mehrere palästinensische Häuser belagert und Bewohner nach deren Angaben von Versorgungsgütern abgeschnitten hatten.