// EUROGAMER.DE — GAMING
Ghost Haunting: Wie das Adventure die goldene LucasArts-Ära in die Eifel bringt
Das Point-and-Click-Spiel von Three Headed Monkey Studios lockt mit handgemachter 90er-Jahre-Pixel-Art, schrägem Humor und düsteren Legenden aus Deutschland.
Wenn ihr frühere Adventures von Daedalic oder ganz allgemein die klassischen Genre-Vertreter der LucasArts-Schule mögt, dürfte Ghost Haunting ein interessanter Titel für euch werden. Das Point-and-Click-Adventure wird von den Three Headed Monkey Studios entwickelt, was euch schon verrät, in welche Richtung das Ganze geht. Tali Barde, Head of Games im Entwicklerteam, präsentierte das Spiel auf der gamescom und verspricht Pixel-Art und einen Nostalgietrip in die goldene Ära der Adventures - “as old school as it gets”, sagt er.
Ghost Haunting ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure im 90er-Jahre-Pixel-Look. Das Spiel von den Three Headed Monkey Studios bietet düsteren Humor, spielt in der deutschen Eifel und erscheint Anfang 2027 für PC, Mac, PlayStation, Xbox sowie Nintendo Switch und Switch 2.
Der Stil, den Ghost Haunting bekommen sollte - ob mehr Richtung Pixel-Art oder eher Deponia-artig -, war dabei gesetzt: “Das war tatsächlich von Anfang an mehr oder weniger klar. Ich bin mit Monkey Island 1, 2 und eigentlich auch 3 aufgewachsen, das war so ein bisschen die Richtung”, sagt Barde. “Die ganze Idee entstand eigentlich nach dem Release von Return to Monkey Island, das ich persönlich sehr gemocht habe. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ich wieder Bock auf diesen klassischen Grafikstil hätte – etwas, das diese LucasArts-Ära zurückbringt, aber mit einer eigenen Atmosphäre. Wir wollten schauen, ob wir das schaffen.”
In dieser Geschichte geht es um Gigi, ein kleines Mädchen, das etwa acht Jahre alt und mehr oder weniger der Inbegriff eines Kinderschrecks für Eltern oder Lehrer ist. “Falls ihr Kinder haben solltet, seid froh, dass es nicht Gigi ist”, betont er. “Falls ihr noch darüber nachdenkt, Kinder zu bekommen, dann denkt nochmal drüber nach, wenn ihr Gigi kennengelernt habt.”
Das ist auch der Grund, warum Gigis Eltern sie immer gerne mal zu ihren Großeltern abschieben, damit sie mal eine Pause haben und durchatmen können. Die Verwandtschaft lebt in der Eifel in einem prächtigen Burghaus, umgeben von Wäldern und Burgen und altem Gestein. Ebenso gibt es hier Personal, wie etwa einen Butler oder eine Köchin, die Gigi ärgern kann.
Ihr Opa Giovanni sollte schon längst in Rente sein, kümmert sich aber nach wie vor 24/7 um sein Geschäft mit Trüffel-Import und -Export. Zudem ist Oma Gundi vor ein paar Monaten verstorben - und mit ihr die einzige Konstante in Gigis Leben und die Person, die Zugang zu ihr gefunden hat. “Niemand hat Gigi so richtig erklärt, was das eigentlich bedeutet, zu sterben, oder sie zu verlieren”, erklärt Barde. “Das heißt, sie denkt nur, Oma Gundi ist irgendwie auf einer Busreise, von der sie auch erstmal nicht wiederkommt.”
Die Geschichte beginnt im Keller des Burghauses, wo Gigi auf einen sprechenden Kürbis trifft - genauer gesagt ist es ein Dämon in einem Kürbiskörper. Wie sich herausstellt, beschäftigt sich ihr Opa nicht wirklich mit Trüffeln, sondern jagt Geister und Monster. Als Teil einer Geheimgesellschaft sorgt er dafür, dass die normalen Menschen nachts entspannt schlafen können.
”Gigi denkt sich: Moment mal, wenn Geister vom Reich der Toten ins Reich der Lebenden wandern können, dann kann sie ja jetzt ins Reich der Toten gehen, ihre Oma zurückholen und dann hat sie wieder Ruhe. Der Dämonen-Kürbis reibt sich seine nicht vorhandenen Hände und denkt sich, ja Gigi, das kannst du ja mal raten. Und du nimmst mich am besten mit, weil ich weiß, wo es langgeht. Also macht sich dieses ungleiche Duo auf den Weg, das Totenreich zu öffnen und stellt dabei eine Menge Chaos an.”
In Sachen Gameplay und Rätseldesign soll euch hier all das erwarten, was für das Genre üblich ist. Ihr interagiert mit anderen Figuren und “treibt diese an den Rand des Wahnsinns”, sammelt Gegenstände, die euch in der Geschichte voranbringen, und löst Rätsel. Auch die