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Montag: Nvidias Rechenzentrumsförderung gestoppt, Klage wegen Pentagon-Blacklist
Keine Umsatzbeteiligung an KI-Servern + CXMT-Klage gegen schwarze Liste + Musikverlage gegen Anthropic + Rückschau auf IFA-Jahrhundert + DLSS 5 als Spiele-Mod
Nvidia wollte kleinere Infrastrukturbetreiber finanziell unterstützen und dann an ihrem Umsatz mitverdienen. Doch es gab interne Kritik. Einigen wurde das Unternehmen mit diesem neuen Geschäftsmodell wohl zu übergriffig, sodass die Pläne zunächst gestoppt wurden. Sein Kerngeschäft sieht der chinesische Speicherhersteller CXMT bedroht, weil er auf der schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums steht. Das hemme die Geschäfte. Jetzt geht der chinesische Chiphersteller dagegen vor und will gerichtlich erzwingen, von der Blacklist gestrichen zu werden. Den Klageweg schlagen auch Sony Music Publishing und Warner Chappell Music ein. Weil die Anthropic-KI Claude echte Songtexte ausgeben kann, wollen die zwei Major-Labels Schadensersatz in Milliardenhöhe. Dabei geht es aber auch ums Prinzip – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Nvidia setzt seine Pläne für ein neues Geschäftsmodell vorerst nicht weiter um. Das Unternehmen wollte kleinere KI-Infrastrukturbetreiber finanziell unterstützen und im Gegenzug Umsatzbeteiligungen erhalten. Denn wer seine Rechenzentren mit KI-Beschleunigern ausstatten will, steht schnell vor Milliardeninvestitionen. Deshalb wollte Nvidia gerade kleineren Firmen mehrjährige Partnerschaften anbieten. Kunden sollten zunächst Nvidia-GPUs erwerben, unterstützt mit einem Kredit von Nvidia. Im Gegenzug sollten diese einen Teil ihres Umsatzes an Nvidia abgeben. Doch einigen Nvidia-Beschäftigten ging das wohl zu weit, denn der Chiphersteller würde sich zu stark in die Geschäfte seiner Kunden einmischen mit diesem neuen Geschäftsmodell: Nvidia-Deals mit Rechenzentrenbetreibern vorerst auf Eis.
Ein anderer Chiphersteller hat in den USA eine Klage gegen das Pentagon eingereicht, um sich von der schwarzen Liste der US-Regierung nehmen zu lassen. Der chinesische Speicherhersteller CXMT ist dort wegen angeblicher Beziehungen zum chinesischen Militär aufgeführt. Das Unternehmen bestreitet dies und erklärt, ihre Chips sind für zivile, nicht für militärische Zwecke bestimmt. Die Klage führt auch US-Kriegsminister Pete Hegseth als Beklagten auf. Zwar würde diese Blacklist den täglichen Betrieb nicht beeinträchtigen, schließlich hat CXMT gerade einen erfolgreichen Börsengang absolviert und verzeichnet eine Umsatzexplosion aufgrund der hohen RAM-Nachfrage, doch es würde dem Ruf der Firma schaden: Chinesischer Speicherhersteller CXMT verklagt Pentagon wegen schwarzer Liste.
Bei einer weiteren US-Klage geht es um Schadenersatz in einer Milliardenhöhe, denn mit Sony Music Publishing und Warner Chappell Music wenden sich jetzt in den USA zwei der drei großen Major-Labels gemeinsam gegen Anthropic. Die beiden haben am vergangenen Freitag in Kalifornien eine Klage mit mehreren Punkten erhoben. Im Kern steht nicht das Generieren von Musik, sondern vorwiegend um Songtexte. In einem früheren Prozess hatte sich Anthropic mit Autoren von Büchern und den Verlagen auf einen Vergleich von 1,5 Milliarden US-Dollar geeinigt. Daran orientieren sich nun auch die beiden Musikschwergewichte und verlangen mehrere Milliarden US-Dollar, weil die Anthropic-KI durch geschickte Prompts hunderte Songtexte wiedergeben kann: Milliardenklage von Sony Music und Warner gegen Anthropic.
Seit über einem Jahrhundert stellt die IFA (stand früher für „Internationale Funkausstellung“, steht seit 2022 für „Innovation Für Alle“) Produktneuheiten und technische Innovationen vor. Hersteller feiern im Rahmen der Messe immer noch Premieren, wenngleich ihr nachgesagt wird, dass die Zeiten vorbei seien, in denen neue Technologien erstmalig auf der IFA gezeigt werden. Das lässt sich rückblickend leicht sagen. Schließlich ist die lange Geschichte der IFA mit Highlights gespickt, die erstmalig auf der Messe gezeigt wurden. Daneben gab es aber auch vieles zu sehen, das nur von kurzer Lebensdauer war. Od