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Call of Duty MW4 - Ein Cheat-Anbieter öffnet ahnungslos die Haustür – dann steht plötzlich Activision vor ihm
Die Sondereinsatztruppen hat Activision noch nicht losgeschickt, dafür einen Boten mit Post vom Anwalt.
Dass Publisher juristisch gegen kommerzielle Anbieter von Aimbots und Wallhacks vorgehen, ist natürlich nichts Überraschendes. Doch wie Activision nun einen bekannten Cheat-Verkäufer für Call of Duty ins Visier genommen hat, soll wohl eine kleine Machtdemonstration sein: Der Publisher schickte einen Zusteller direkt an dessen Privatadresse im US-Bundesstaat Ohio und stellte das Video der Übergabe ins Netz.
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CoD MW4 gespielt: Endlich wieder echtes Call of Duty!
Das knapp einminütige Video, das über den offiziellen Call-of-Duty-Kanal auf X geteilt wurde, wirkt wie der Mitschnitt einer Bodycam. Zu sehen ist, wie ein Beauftragter an einem Wohnhaus vorfährt, klingelt und einer sichtlich überraschten Person einen dicken Umschlag überreicht.
Auf die verwunderte Nachfrage, worum es sich dabei handle, folgt die trockene Antwort: Die Anwälte von Activision lassen grüßen, das hier sei eine formelle Unterlassungserklärung. Bei Fragen solle man sich bitte an die zuständige Kanzlei wenden.
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Eine Einordnung dazu: Der Mann im Video wird nicht festgenommen, es findet keine Durchsuchung statt, und ein Gericht war an der Sache auch nicht beteiligt. Der Vertreter im Clip spricht zwar von einer »cease-and-desist order«, Activision selbst hat später klargestellt, dass es sich um eine Unterlassungsaufforderung handelt und nicht um einen gerichtlichen Beschluss. Auf Deutsch also: eine Abmahnung mit der Ansage, dass sonst geklagt wird.
Ziel der Aktion war laut Activision der Anbieter »Elocarry«, der über Jahre hinweg Software vertrieben hat, um Anti-Cheat-Maßnahmen wie Call of Dutys Ricochet auszuhebeln. Die Wirkung ließ offenbar nicht lange auf sich warten: In einer Mitteilung auf Discord kündigte der Cheat-Dienst an, den Verkauf und Support für sämtliche Call-of-Duty-Produkte mit sofortiger Wirkung vorerst einzustellen.