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Angespielt: Crazy Taxi: World Tour lässt mich wieder mit Axel durch die Straßen rasen
Rasante Fahrten und The Offspring: Axels Rückkehr macht richtig Spaß, auch wenn mir der alte, dreckige Charme etwas fehlt.
Nach über 20 Jahren durfte ich endlich wieder mit Axel die Straßen unsicher machen und mein altes Taxi aus der Garage holen. In Crazy Taxi: World Tour konnte ich auf der gamescom 2026 durch die von Köln inspirierten Straßen fahren und mir einen ersten Eindruck davon machen, wie sich Crazy Taxi nach all den Jahren entwickelt hat, welche Neuerungen es gibt und ob sich das Ganze überhaupt noch wie früher anfühlt. Und ich muss euch eines sagen: Auch wenn Crazy Taxi: World Tour für mich ein richtiger Nostalgie-Hit war, fühlt es sich gleichzeitig irgendwie ganz anders an.
Aber zuerst müssen wir eine ganz wichtige Sache klären: Ja, Sega bringt The Offspring zurück. Die ikonische Musik der Band gehört wieder zu Crazy Taxi und dürfte für viele Fans bereits ein Grund zur Freude sein. Denn seien wir ehrlich: Crazy Taxi ohne The Offspring fühlt sich einfach nicht wie Crazy Taxi an.
Eine der größeren Neuerungen sind verschiedene Nebenmissionen, von denen einige bereits in einem Trailer vorgestellt wurden. So könnt ihr beispielsweise auf einen Tänzer treffen, der eure Fähigkeiten beim Driften herausfordert. In einer kleinen Challenge müsst ihr innerhalb einer bestimmten Zeit genügend Punkte durch eure Drifts sammeln.
Eine andere Mission lässt euch gegen einen weiteren Fahrer antreten und möglichst schnell das Ziel erreichen – also ein ziemlich klassisches Wettrennen. Deutlich verrückter wird es dagegen bei einer Aufgabe, bei der ihr während der Fahrt Pizzakartons balancieren müsst.
Die unterschiedlichen Nebenmissionen haben mir ziemlich gut gefallen, weil sie etwas Abwechslung in den normalen Taxi-Alltag bringen. Besonders das Driften macht richtig Laune. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal so viel Spaß daran haben würde, mein Taxi möglichst quer über die Straße zu schicken.
Dazu kommt ein neuer Powerboost, der sich unter anderem beim Driften auflädt. Sobald die Anzeige voll ist, könnt ihr ihn aktivieren und für kurze Zeit ordentlich beschleunigen. Für meinen Geschmack könnte der Boost zwar etwas mehr Power haben, trotzdem fügt er sich gut in das schnelle Gameplay ein.
Trotz all der Neuerungen dreht sich natürlich weiterhin alles um das klassische Prinzip: Ihr sammelt einen Fahrgast ein, die Uhr beginnt zu ticken und ihr müsst ihn so schnell wie möglich an sein Ziel bringen. Danach geht es direkt zum nächsten Kunden.
Wie genau dieses System in der Vollversion aufgebaut sein wird, konnte ich während meiner Anspielsession allerdings noch nicht vollständig herausfinden. Es bleibt beispielsweise spannend, ob ihr nach Ablauf eurer eigentlichen Schicht einfach weiter durch die Stadt fahren und neue Fahrgäste aufsammeln könnt oder ob eure Runde dann tatsächlich vorbei ist.
Richtig cool fand ich dafür die von Köln inspirierte Map. Natürlich durfte auch der Kölner Dom nicht fehlen. Dazu kommen zahlreiche Geschäfte, Straßenschilder und andere kleine Details, die einen ziemlich deutschen Eindruck vermitteln. Einige Bereiche wirkten auf mich zwar eher wie eine fantasievolle Interpretation bayerischer Geschäfte als wie das tatsächliche Köln, doch auch das hatte seinen ganz eigenen Charme. Besonders lustig fand ich außerdem die Fahrgäste, die teilweise mit einem herrlich gebrochenen Englisch sprechen.