// COMPUTERBASE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Nvidias Zukunft: Milliarden für MediaTek und Rubin CPX feiert ein Comeback
Beim GB10 Superchip für DGX Spark respektive N1(X) für RTX Spark arbeiten beide bereits zusammen, nun investiert Nvidia Milliarden in MediaTek und will so vor allem NVLink Fusion noch breiter in den Markt drücken. Der als eingestellt geltende Exot Rubin CPX soll indes in neuer Konfiguration wieder auferstehen.
Seit Jahren arbeiten sie schon zusammen, nun wird die Kooperation auch finanziell noch enger verzahnt. Nvidia tut dabei das, was das Unternehmen zuletzt schon wiederholt getan hat: Nvidia investiert eine Milliardensumme in das Partnerunternehmen.
Bei MediaTek sind es 3,5 Milliarden US-Dollar. Das Ziel ist auch in diesem Fall eindeutig: Es geht vor allem um NVLink, über den Server-GPUs besonders schnell angebunden werden können.
Nvidia bindet an diesen Standard in letzter Zeit viele Unternehmen, bei MediaTek war dies letztlich noch einfacher als bei anderen. Denn schon seit zwei Jahren nutzt der Chip für DGX Spark den NVLink, nun wird das Consumer-Produkt für RTX Spark diese Geschichte fortsetzen.
Dass MediaTek in Zukunft noch stärker auf NVLink Fusion setzen wird, ist bereits seit dem letzten Jahr klar. Schon zur Computex 2025 erklärten Jensen Huang und MediaTek-CEO Tsai, dass durch die gewonnenen Erkenntnisse bei GB10 aus dem DGX Spark, bei dem NVLink die Arm-Kerne chipintern über NVLink mit der Blackwell-GPU verbindet, die Idee reifte, NVLink doch noch weiter zu öffnen.
Das zeigt, dass die Zusammenarbeit beider Unternehmen auf vielen Ebenen bereits stattgefunden hat. Und dass am Ende durchaus noch Platz ist für mehr als einen gemeinsamen Notebook-Chip, der ab diesem Herbst im Handel verfügbar werden soll. Passend dazut heißt es heute, dass viele Generationen folgen werden – die Chips für DGX Spark und RTX Spark kommen demzufolge auch in Zukunft aus der Kooperation.
The companies will continue to collaborate on multiple generations of NVIDIA RTX Spark™ and DGX Spark™ PC chips, powering consumer PCs, AI developer supercomputers and enterprise-class workstations, that integrate NVIDIA GPUs with MediaTek SoCs.
Neben PCs soll aber auch die gesamte AI-Infrastruktur in Rechenzentren darauf abgestimmt werden, hinzu kommt eine vertiefende Zusammenarbeit im Bereich Automotive zwischen beiden.
Nachdem es in diesem Jahr nach großer Ankündigung im Vorjahr sehr still um Rubin CPX geworden war, fragte ComputerBase bereits im März bei Nvidia nach. Dort bestätigte Nvidia, dass das Programm auf Eis liegt, aber nicht abgehakt sei, sondern die Idee spätestens mit der nächsten Generation Feynman wieder auferstehen könnte.
Laut Gerüchten könnte es nun sogar schneller gehen als gedacht: Bereits Anfang 2027 soll eine in der Hardware angepasste Version von Rubin CPX erscheinen. Der große Unterschied ist nun der Wechsel von 128 GByte GDDR7 auf 168 GByte HBM4. Der Chip muss in einem Vera Rubin NVL72 verbaut sein, Nvidia empfiehlt dabei wohl eine 1:1-Aufteilung. Dabei übernimmt Rubin CPX als „kostengünstige“ Lösung die Prefill-Aufgaben und den Kontakt zum KV-Cache. Wie günstig er letztlich aber wirklich ist, dazu gibt es noch keine Angaben.