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Schuljahr in der Ukraine beginnt inmitten russischer Angriffe
Auch in der Nacht vor dem ersten Schultag hat Russland die Ukraine wieder mit Angriffen überzogen. Zwischen Scherben und Luftalarm versuchen Lehrkräfte und Eltern, den Schulalltag der Kinder aufrechtzuerhalten.
Natalia Rewenko hatte sich so auf den ersten Schultag gefreut. Die Lehrerin soll wieder eine erste Klasse übernehmen. Die Eltern waren bereits gekommen und hatten die Schulbücher abgeholt. Doch dann schlug eine russische Rakete in der Gesamtschule Nummer 20 in Kiew ein.
Am vergangenen Donnerstag war das. Deshalb stand Natalia Rewenko in den vergangenen Tagen mit einem Besen in der Hand im Klassenzimmer - und kehrte die Scherben zusammen.
"Ich bin ja froh, dass die Wände, die Decken noch heil sind, aber ich bin so traurig, dass wir am 1. September nicht mit den Kindern in dieses Klassenzimmer können. Das tut weh", sagt sie. An Präsenzunterricht ist für sie erst einmal nicht zu denken. Heute hat sie ihre Erstklässler über das Internet begrüßen müssen.
Reportage
24.08.2026
Russische Drohnen machen das Leben in der ukrainischen Stadt Cherson zu einem täglichen Überlebenskampf.
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Die Rakete explodierte im Schulhof. Am stärksten zerstört sind die Turnhalle und die Mensa. Von ihnen sind nur die nackten Wände übrig.
Militärische Ziele im Umkreis der Schule gibt es nicht. Die Schule ist eine von mehr als 4.000, die Russland in diesem Krieg beschädigt oder zerstört hat.
Auch Eltern kamen in den vergangenen Tagen, um sich ein Bild zu machen. So Mutter Anastasija, die ungläubig auf die Trümmer blickt. Erst vor ein paar Tagen habe sie geholfen, die Fenster zu putzen. Jetzt werde sie helfen, die Scherben aufzusammeln.
"Die Russen wollen uns töten oder psychisch zerstören", so ihr Kommentar. Aber das werde dem östlichen Nachbarland nicht gelingen, meint sie.