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OpenAI schätzt sein Werbegeschäft aktuell auf 1 Milliarde Jahresumsatz
OpenAI prognostiziert für sein Werbegeschäft aktuell 1 Milliarde Dollar Jahresumsatz. Zum Jahresziel in Höhe von 2,5 Milliarden fehlen also noch 1,5 Milliarden.
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OpenAI hat am Montag bekannt gegeben, dass das noch junge Werbegeschäft rund um ChatGPT eine auf das Jahr hochgerechnete Umsatzrate (Annualized Revenue Run Rate) von 1 Milliarde US-Dollar erreicht hat. Der KI-Konzern stellt die Marke als Beleg für sein funktionierendes „diversifiziertes Geschäftsmodell“ dar – neben Abo-Einnahmen, Enterprise-Angeboten und nutzungsbasiertem API-Zugang.
Beeindruckend ist die Summe im Hinblick darauf, dass das Werbegeschäft von OpenAI in ChatGPT erst rund 200 Tage alt ist. OpenAI hatte Anfang Februar 2026 damit begonnen, in den USA erstmals Anzeigen innerhalb von ChatGPT zu testen. Europa, Indien, der Nahe Osten und Nordafrika kamen gestern hinzu.
Ursprünglich hatte OpenAI den Jahresumsatz des Werbegeschäfts jedoch auf 2,5 Milliarden Dollar geschätzt. Ob dieses Versprechen gehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Die Run Rate beschreibt den aktuellen Monatsumsatz multipliziert mit zwölf und ist damit eine Hochrechnung, kein bereits verbuchter Jahresumsatz.
Seit März 2026 ist der erwartete Jahresumsatz aus dem Werbegeschäft von etwa 100 Millionen US-Dollar aus angewachsen. In wenigen Monaten hat sich der Wert also verzehnfacht.
Wie OpenAI in seinem Blog mitteilte, sind ChatGPT Ads inzwischen in mehr als 40 Ländern verfügbar. Am Montag startete das Unternehmen den Self-Service-Zugang über seinen Ads Manager in Indien, Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Werbetreibende können dort Kampagnen nun ohne Vermittlung durch OpenAIs Vertriebsteam buchen.
Die Anzeigen erscheinen bei Nutzern des kostenlosen Tarifs sowie der günstigeren „Go“-Stufe. OpenAI zufolge machen diese Nutzergruppen den Großteil der mehr als 1 Milliarde wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzer aus. Abonnenten der teureren Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Education sehen keine Werbung.
OpenAI betont, dass die Anzeigen klar als „Sponsored“ gekennzeichnet werden und die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen sollen. In Bezug auf den Datenschutz fährt das Unternehmen eine ähnliche Strategie wie andere Werbe-Platzhirsche: Das Ad-System nutze den Kontext der aktuellen Unterhaltung, um relevante Anzeigen auszuspielen. Je nach Land und Nutzereinstellungen könne zusätzlich die breitere ChatGPT-Nutzung herangezogen werden, um passende Werbung auszuspielen – etwa frühere Themen und Interessen des Nutzers.
Technisch setzt OpenAI auf ein CPC-Modell (Cost per Click) mit ergebnisoptimierter Gebotssteuerung. Zur Erfolgsmessung stehen ein Tracking-Pixel und eine Conversions API bereit. Die Plattform unterstützt zudem Product Feeds, Geo-Targeting und Custom Audiences.