// EUROGAMER.DE — GAMING
Petit Planet angespielt: HoYoverse schickt mich auf eine zuckersüße Cozy-Reise
Angeln ohne kurze Schnur, tierische Nachbarn mit eigenen Geschichten und jede Menge Glitzer – HoYoverses Cozy-Game hat mich auf der gamescom neugierig gemacht.
Ich durfte Petit Planet von HoYoverse auf der gamescom 2026 anspielen. Schon zuvor hatten Leute die Gelegenheit, einen Blick auf den Titel zu werfen. Jetzt durfte ich selbst ran und als jemand, der jahrelang mit Animal Crossing aufgewachsen ist und so einige Teile der Reihe gespielt hat, finde ich Petit Planet durchaus interessant. Erst recht, weil wir jahrelang kaum einen Titel auf dem PC hatten, der wirklich in eine ähnliche Richtung wie Animal Crossing geht.
Doch worum geht es eigentlich in Petit Planet? Ich übernahm auch hier wieder die Rolle eines Gestalters und bekam meinen eigenen kleinen Planeten, den ich selbst gestalten und planen konnte und auf dem ich natürlich auch andere Tierchen einladen dürfen.
Zu Beginn konnte ich dabei zwischen unterschiedlichen Planeten wählen. Da wäre einmal Hexia Galaxy, ein sehr grüner Planet mit Pflaumen, und dann Taffeh Galaxy, die mit ihren goldenen Farben und Mangos eher an eine Savanne erinnert. Ich denke mal, dass es im Laufe der Entwicklung noch mehr Planeten geben wird. Ich habe mich für meinen ersten Ausflug aber für Hexia Galaxy entschieden – quasi die Standardvariante, wie ich sie nennen würde.
Natürlich bekam ich auch wieder einige kleine Gefährten an die Seite gestellt. Da wäre beispielsweise Elsasani, die mich mit ihrem kleinen Auto durch die Gegend fährt. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit ihr später auch andere Planeten besuchen könnte. Allein die Vorstellung, mit so einem kleinen Auto durch die Galaxie zu fahren, fand ich schon richtig süß.
Dann gibt es noch Mobai, der ein wenig die Rolle meines Co-Chefs übernimmt und mir unter die Arme greift. Er zeigte mir, wie es auf meinem Planeten so zugeht und was ich dort alles machen könnte. Und dann wäre da noch der kleine Glenn, der mir ebenfalls ein wenig half, aufräumt und ansonsten hauptsächlich einfach süß ist.
Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, bringt Petit Planet ziemlich viele der typischen Cozy-Game-Attribute mit. Ich konnte Pflanzen anbauen, angeln, Insekten fangen, mich um Blumen kümmern und natürlich auch farmen. Es gibt also einiges zu tun.
Kommen wir aber einmal zum Angeln, denn das fand ich tatsächlich angenehmer als in vielen anderen Cozy Games. Ich konnte meine Angelrute nämlich ziemlich frei auswerfen und selbst ein wenig bestimmen, wo sie landet. Die Reichweite ist dabei auch nicht so kurz. Gefühlt konnte ich mich zehn Meter entfernt hinstellen und die Angel trotzdem noch genau dort reinwerfen, wo gerade ein Fisch schwamm. Und das finde ich absolut super, weil es einfach nicht so nervig ist die Richtige Posiston zu finden.
Vielleicht kennt ihr noch die alten Animal-Crossing-Wild-World-Probleme: Ihr musstet euch in die perfekte kleine Ecke stellen, um an diesen einen blöden Fisch heranzukommen. Und der Fisch war dann einfach so: "Nö" und schwimmt weg. Während ihr danebensteht und euch denkt: "Ich habe aber keine Sternis mehr. Ich brauche dich jetzt!" Also noch ein Versuch – und weg war er.
Das war teilweise total nervig, weil eure verdammte Angel einfach nicht richtig an den Fisch herankam. In Petit Planet hatte ich dieses Problem überhaupt nicht. Man hat wirklich ziemlich viel Freiheit darin, wie man seine Rute positioniert, und das liebe ich. Animal Crossing hat mir beim Angeln offenbar mehr Traumata mitgegeben, als ich dachte.