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Gamescom: Nach zwölf Jahren Wartezeit: „Castlevania: Belmont’s Curse“ macht vieles richtig
Fans von Konamis genreprägender Kultreihe „Castlevania“ saßen lange auf dem Trockenen. „Belmont’s Curse“ könnte die aufgebauten Erwartungen sogar übertreffen.
Nach unserem Anspieltermin auf der diesjährigen Gamescom sind wir zuversichtlich, dass sich die lange Wartezeit seit dem letzten vollwertigen „Castlevania“-Teil lohnen wird.
Für „Castlevania: Belmont’s Curse“ hat Konami mit Evil Empire die Macher der bei Fans und Kritikern gleichermaßen beliebten Roguelite-Metroidvanias „The Rogue Prince of Persia“ und „Dead Cells“ engagiert. Vor allem letzteres ist stark von den klassischen „Castlevania“-Spielen inspiriert und erhielt sogar einen Cross-over-DLC, der bekannte Figuren aus Konamis fast vierzigjähriger Vampirjäger-Reihe in das Spiel übertrug. Mit „Belmont’s Curse“, das offiziell Teil des „Castlevania“-Kanons sein wird und eine Rückkehr zum klassischen 2D-Gameplay markiert, schließt sich für das französische Studio also ein Kreis.
Die Handlung von „Belmont’s Curse“ beginnt 1499, also 23 Jahre nach den Geschehnissen von „Castlevania 3: Dracula’s Curse“. Paris wird von Monstern überrannt und Dracula’s Fluch erhebt sich über die französische Hauptstadt. Trevor Belmont, der den Fürsten der Dunkelheit eigentlich besiegt glaubte, eilt auf Bitte des französischen Königs zu Hilfe. Doch dieses Mal kommt der in die Jahre gekommene Vampirjäger nicht allein. Tochter Rose tritt in seine Fußstapfen und wird zur Protagonistin in „Castlevania: Belmont’s Curse“.
Evil Empire inszeniert den Einstieg passend zur Ästhetik des Spiels in einer düsteren Comic-Montage, die exzellent vertont ist. Auch in späteren Zwischensequenzen machen sämtliche Sprecherinnen und Sprecher einen hervorragenden Eindruck. Dabei erscheinen die Figuren genretypisch als Portrait samt Textbox am unteren Bildschirmrand. Die Handlung verspricht einige Mysterien. So trägt Rose etwa den Fluch Draculas am Arm und kann die Seelen besiegter Bosse in sich aufnehmen. Diese verleihen ihr nicht nur neue Kräfte, sondern begleiten sie fortan als Stimme in ihrem Kopf, was schon im ersten Gespräch neue Fragen zu ihrer Familie aufwirft.
Spielerisch greift Evil Empire auf die bewährte Metroidvania-Formel zurück: Eine gigantische Karte wird schrittweise aufgedeckt, einzelne Segmente sind nur mit bestimmten Fähigkeiten erreichbar und unterwegs gilt es zahlreiche Monster zu besiegen und Geheimnisse zu lüften. Paris zeigt sich in „Belmont’s Curse“ von seiner düsteren Seite. Während sich Rose durch dunkle Gassen, das Seine-Ufer oder die Tiefen der Katakomben kämpft, schweift unser Blick immer wieder auf die beeindruckenden, handgezeichneten Hintergründe ab. Besonders der Blick in die Ferne über die in bedrohlichem Rot schimmernden Dächer von Paris hat es uns angetan.
Allzu oft sollten sich Spieler aber nicht von der schönen Aussicht ablenken lassen, denn „Belmont’s Curse“ ist kein Zuckerschlecken. Jeder Gegner hat eigene Angriffsmuster, die gelernt werden wollen, um unnötige Gegentreffer auf dem Weg zum Boss zu vermeiden. Rose greift für die Standardattacken auf ein Schwert zurück, das schnelle Kombinationsangriffe ermöglicht. Hieben weicht sie mit einem schnellen Satz nach hinten aus und unter Pfeilen grätscht sie flott hindurch.
Zudem greift Rose auf das magische Tarotkartendeck ihrer Mutter zu, das ihr einzigartige Fähigkeiten verleiht, die im Lauf des Spiels erweitert werden. Während der Demo konnten wir beispielsweise einen mächtigen Magiestoß abfeuern, der Gegner aus der Distanz pulverisierte. Sobald die Peitsche ins Spiel kommt, nutz Rose sie ganz klassisch, um an fest markierten Punkten Abgründe zu überqueren und sich an Steilwänden hochzuziehen. Neu ist, dass sie nun auch Gegner als Ankerpunkte verwenden kann, was etwas mehr Kreativität beim Überqueren von Hindernissen zulässt.
Beim ersten Bosskampf gegen „The Fallen“ fällt sofort auf, dass Rose hier nur bestehen kann, wenn Spieler ihr bis dato verfügbares Move-Set auch wirklich verinnerlicht haben. Fernangriffe wehrt sie mit