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Kann Gaming-Leistung mindern: HVCI kommt jetzt für alle Windows-11-Systeme
Microsoft aktiviert in den nächsten Monaten die Speicherintegrität von Windows 11 automatisch, sofern diese nicht ohnehin schon eingeschaltet ist. Das erfolgt im Rahmen der regulären Patchday-Updates. Die neue Strategie kündigte der Konzern in einem Blog-Beitrag an.
Die Speicherintegrität ist unter dem Kürzel HVCI bekannt und zählt zur virtualisierungsbasierten Sicherheit (VBS). Diese sorgte zum Start von Windows 11 für Aufsehen, weil die Sicherheitsfunktionen Leistung kosten können.
Bei Neuinstallationen von Windows 11 sind die Sicherheitsfunktionen ohnehin standardmäßig aktiviert. Betroffen sind daher vor allem Systeme, die das Windows-11-Upgrade über Windows 10 eingespielt haben, sowie ältere Windows-11-Systeme, bei denen die Speicherintegrität nie eingeschaltet wurde. Voraussetzung ist aber eine Kompatibilitätsprüfung.
Haben Nutzer HVCI bewusst deaktiviert, bleibt es auch dabei.
Die VBS ist als Sicherheitsumgebung so etwas wie der technische Unterbau. Die Speicherintegrität (HVCI) führt darin die Code-Prüfung für den Kernel in einem isolierten Bereich aus. Kritische Bereiche von Windows werden so laut Microsoft vor Manipulationen geschützt, weil selbst ein kompromittierter Kernel keinen Einfluss auf die Prüfinstanz hat. Das kostet aber Leistung, wie Benchmarks schon in den Jahren 2021 und 2023 zeigten.
https://learn.microsoft.com/de-de/windows-hardware/design/device-experiences/oem-hvci-enablement
Damals zeigte sich, dass sich die Ergebnisse von Spiel zu Spiel unterschieden. Relevant ist zudem, wie stark die CPU belastet wird. Wie The Verge anmerkt, sind vor allem ältere Systeme betroffen. Moderne CPUs haben weniger Probleme.
Laut dem Blog-Beitrag ist die Speicherintegrität eine Grundlage für Hotpatch-Updates, durch die sich Windows 11 ohne Neustarts aktualisieren lässt.
Ob die Speicherintegrität auf dem eigenen System bereits aktiviert ist, lässt sich im Bereich „Kernisolierung“ in den Windows-Einstellungen prüfen. Die Option erreicht man entweder über die App „Windows-Sicherheit“ und den Punkt „Gerätesicherheit“ oder man gibt „Kernisolierung“ einfach in die Windows-Suche ein. Dort lässt sich die Speicherintegrität auch ein- und ausschalten.