// HEISE ONLINE — HARDWARE & GADGET
Otto, Kaufland, MediaMarkt: YouTube bringt Shopping-Provisionen nach Deutschland
YouTuber können Produkte von Otto, Kaufland oder MediaMarktSaturn direkt im Video markieren. Für Verkäufe gibt es eine Provision.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Das Shopping-Affiliate-Programm von YouTube ist jetzt auch in Deutschland verfügbar, teilt das Unternehmen mit. Creator können damit Produkte teilnehmender Händler direkt in ihren Videos platzieren und taggen. Sie bekommen dann eine Provision, sobald ein Zuschauer im Shop des Händlers einkauft.
Bislang haben YouTuber Affiliate-Links vor allem in den Videobeschreibungen platziert. Laut einem internen YouTube-Experiment erzielen Videos mit direkten Produkt-Tags jedoch mehr als doppelt so viele Klicks.
Zum Auftakt unterstützt YouTube zehn Händler: About You, bonprix, Home24, Kaufland, MediaMarktSaturn, Otto, Shop-Apotheke, Tchibo, Thalia und XXXLutz. Das Händlernetzwerk soll in den kommenden Wochen wachsen, schreibt YouTube in einem Blog-Eintrag. Händler geben ihre Produktkataloge frei, Creator suchen sich in YouTube Studio passende Produkte aus und verknüpfen sie mit ihren Inhalten. Das ist sowohl in normalen Videos als auch Shorts und Livestreams möglich. Neu ist, dass Zuschauer die Produktinformationen auch am Fernseher aufrufen können.
Mitmachen können nur Creator, die im YouTube-Partnerprogramm sind und dessen Mindestzahl an Abonnenten erreicht haben. Musikkanäle und Kanäle mit der Kennzeichnung „speziell für Kinder“ bleiben außen vor. Die Aufnahmekriterien für das Partnerprogramm zieht YouTube zum Februar 2027 an: Neulinge brauchen dann doppelt so viele Wiedergabestunden oder Shorts-Aufrufe wie bisher.
Wie hoch die Provision ausfällt, legen die Händler pro Produkt selbst fest. Laut der Übersicht zu den Teilnahmevoraussetzungen gehen derzeit 100 Prozent der Händlerprovisionen an die Creator. Dieser erhöhte Satz ist aber ausdrücklich befristet.
Für Videos mit getaggten Affiliate-Produkten gelten YouTubes Richtlinien für bezahlte Produktplatzierungen, Creator müssen solche Inhalte also als Werbung kennzeichnen.
Für Creator sind Affiliate-Provisionen eine wichtige Einnahmequelle neben Sponsoren, Werbeaufrufen und Beteiligungen an den Einnahmen aus YouTube Premium. Das Browser-Add-on Honey geriet 2024 in die Kritik, weil es gesetzte Affiliate-Links kurz vor dem Kauf durch eigene ersetzte.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online