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Jetzt patchen! Angreifer attackieren JFrog Artifactory und machen sich zu Admins
JFrog Artifactory ist über zahlreiche Sicherheitslücken angreifbar. Eine Schwachstelle nutzen Angreifer bereits aus.
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Derzeit nutzen Angreifer eine „kritische“ Sicherheitslücke in JFrog Artifactory aus und erlangen im Anschluss Adminrechte. Danach gelten Instanzen als vollständig kompromittiert. Sicherheitspatches stehen zum Download bereit.
JFrog Artifactory ist ein zentraler Speicherort für Software-Bausteine („Artefakte“) wie Programmpakete, Bibliotheken und Docker-Images. Teams können diese Dateien dort speichern, versionieren, teilen und in ihre Build- und Deployment-Prozesse einbinden – statt sie verstreut auf verschiedenen Servern zu verwalten.
Angriffe in diesem Kontext sind als kritisch zu bewerten, weil Angreifer bestehende Softwareprojekte mit Schadcode manipulieren können. Gelangen diese manipulierten Komponenten anschließend unbemerkt über Entwickler oder Build-Prozesse in Umlauf, spricht man von einer Supply-Chain-Attacke.
In einer Warnmeldung listen die JFrog-Entwickler insgesamt 63 Sicherheitslücken auf. Sie versichern, die Schwachstellen in den folgenden Ausgaben geschlossen zu haben:
Sie geben an, dass die Sicherheitsupdates in Cloud-Instanzen bereits installiert sind. Admins von On-premises-Umgebungen müssen selbst tätig werden.
Die attackierte Schwachstelle (CVE-2026-82329 „kritisch“) betrifft die Standardkonfiguration und äußert sich in einer Schwäche bei der Authentifizierung. So können sich Angreifer mit Netzwerkzugriff unter anderem Admin-Zugriffstokens verschaffen und so die volle Kontrolle über Instanzen erlangen.
Über die Attacken berichten unter anderem Sicherheitsforscher von watchTowr auf X. In welchem Umfang die Attacken ablaufen, ist bislang unklar.
Über die verbleibenden Sicherheitslücken können Angreifer unter anderem Schadcode ausführen (etwa CVE-2026-65617 „hoch“) oder sich höhere Nutzerrechte aneignen (etwa CVE-2026-68752 „hoch“).