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UST-Beamer: AWOL zeigt ersten Laser-Projektor mit 4K120 und Optical Shift
AWOL schmückt sich zur IFA 2026 beim LuxVision mit dem Titel des weltweit ersten UST-Beamers (Ultra Short Throw) mit Unterstützung für 4K120 und Optical Shift. Das projizierte Bild lässt sich bei dieser Technologie mithilfe der Optik verschieben. Der AWOL LuxVision soll im Oktober auf den Markt kommen, er kostet 5.999 Euro.
Ultrakurzdistanz-Projektoren lassen sich im Vergleich zu klassischen Beamern vergleichsweise einfach in den ausgewählten Wohnraum integrieren, da sich nicht aufwendig an der Decke montiert werden müssen, sondern auf einem Lowboard knapp vor der Projektionsfläche Platz finden. AWOL ergänzt das Portfolio zur Messe in Berlin um den LuxVision, das neue Topmodell im eigenen UST-Segment, das zudem die weltweite Premiere der Eigenschaften 4K120 und Optical Shift darstelle.
Bei UST-Projektoren bezeichnet Optical Shift die Möglichkeit, das projizierte Bild mithilfe der Optik zu verschieben, ohne den Projektor selbst bewegen oder digital eingreifen zu müssen. Je nach Konstruktion wird dafür die Projektionsoptik oder ein Teil des optischen Systems mechanisch verändert. Das Bild kann dadurch beispielsweise nach oben oder unten verschoben werden, während seine Geometrie und die ursprünglichen Bildinformationen erhalten bleiben. Gerade bei UST-Projektoren ist das praktisch, da bereits wenige Millimeter Bewegung des Geräts eine deutliche Veränderung der Bildposition bewirken können.
Der entscheidende Vorteil gegenüber einer digitalen Keystone-Korrektur besteht darin, dass Optical Shift nicht in das Bildsignal eingreift: Es werden keine Pixel skaliert, beschnitten oder neu berechnet. Dadurch bleiben Auflösung und Bildqualität weitgehend erhalten, während eine digitale Trapezkorrektur zwangsläufig mit einer gewissen Interpolation und einem Verlust an nutzbarer Bildfläche einhergeht. Optical Shift bietet deshalb eine hochwertigere Möglichkeit, das Bild eines Ultrakurzdistanz-Projektors auf der Leinwand beziehungsweise Projektionsfläche zu positionieren.
Beim Optical Shift ist der verfügbare Verschiebungsbereich konstruktionsbedingt allerdings meist begrenzt. AWOL unterstützt beim LuxVision einen Vertical Lens Shift mit einem Offset von 142 bis 152 Prozent. Das bedeutet, dass die vertikale Position der Bildunterkante zwischen 42 und 52 Prozent einer Bildhöhe oberhalb der Referenzposition (100 Prozent) variiert werden kann. Bei einem UST-Projektor ist das besonders relevant, weil damit festgelegt wird, wie hoch das Bild über dem Projektor beziehungsweise Möbel beginnt. AWOL gibt dabei 9 cm für ein Bild mit 120", 9,7 cm für 130", 10,5 cm für 140" und 11,2 cm für 150" an. Die 120" sind dabei aus einem Abstand von 19 cm zwischen Beamer und Leinwand möglich. Minimal kann das Bild 80" groß sein, maximal werden 200" unterstützt.
AWOL setzt beim LuxVision auf eine RGB-Triple-Laser-Lichtquelle und ein 0,47" großes DLP-DMD (Digital Light Processing, Digital Micromirror Device) von Texas Instruments mit SST (Single Springtip Torsional). Diese neue Architektur setzt auf winzige Spiegel mit einer Pixelgröße von 5,4 Mikrometern. SST-DMDs unterstützen höhere Helligkeitsstufen, liefern tiefere Schwarztöne und hellere Highlights im Vergleich zu älteren Pixel-Designs und ermöglichen hohe Bildwiederholraten wie 4K120 mit geringer Verzögerung.
Dem Hersteller zufolge erreicht der Projektor eine Helligkeit von bis zu 6.000 ISO Lumen, einen nativen Kontrast von 10.000:1 sowie einen dynamischen Kontrast mittels EBL (Enhanced Black Level) von bis zu 100.000:1. Bei EBL analysiert das System die Szenen des Inhalts Bild für Bild und senkt die Leistung der RGB-Laser in dunklen Passagen dynamisch ab. Gleichzeitig soll eine Gamma-Korrektur verhindern, dass helle Bilddetails an Brillanz verlieren und den Helligkeitsverlust wieder ausgleichen. Der LuxVision unterstützt die HDR-Standards Dolby Vision, HDR10, HDR10+ und HLG und soll 110 Prozent des Rec-2020-Farbraums abdecken und somit weiter in das CIE-Normfarbsystem vorstoßen.
Abseits der maximalen A