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Join Us angespielt: Zeigt Joseph Seed, wie man einen richtigen Kult anführt
Die Anspiel-Session zu Join Us zeigt einen abgedrehten Sekten-Mix aus Far Cry 5 und Cult of the Lamb mit schwarzem Humor und bekannten Sandbox-Mechaniken.
Cult of the Lamb war euch zu niedlich, aber ihr wollt der Seed-Familie aus Far Cry 5 auch zeigen, wie man einen richtigen Kult aufbaut? Dann könnte Join Us etwas für euch sein. Auf der Gamescom konnte ich eine Stunde lang in das Leben eines Kultanführers hineinschnuppern. Das Spiel trägt sich vor allem durch den extremen Sarkasmus und schwarzen Humor. Was ich beim Anspielen gesehen habe, hat durchaus Lust auf mehr gemacht, erfindet das Rad aber auch nicht neu.
Bei Join Us handelt es sich um eine schwarzhumorige Sekten-Sandbox vom Indie-Entwickler Wolf Haus Games, die spielerisch einen absurden Mix aus Cult of the Lamb und Far Cry 5 darstellt. Der Titel erscheint im März 2027 für PC, PS5 sowie Xbox Series X/S und lässt euch als Kultanführer in einem beschaulichen US-Bundesstaat eine eigene Sekte aufbauen, Gebäude errichten, Anhänger rekrutieren und euch auf eine drohende Apokalypse vorbereiten.
Die Prämisse kommt mir überaus bekannt vor. Wir werden von unserem obersten Kultführer dazu auserkoren, einen neuen Zweig zu gründen und in einem beschaulichen Bundesstaat in den USA eine neue Sekte aufzubauen. Wenn wir erfolgreich sind, kann er uns vor der drohenden Apokalypse retten. Dabei begleitet mich die Stimme meines obersten Anführers durchgängig und gibt mir Tipps und Ratschläge. Im Grunde Tutorial und Questlog in einem.
Schon zu Beginn wird schnell klar, dass sich das Spiel nicht ernst nimmt und viel auf Sarkasmus und schwarzen Humor setzt. Ob es auch ernstere Momente oder Augenblicke der Reflexion geben wird, konnte ich in meiner einstündigen Anspiel-Session nicht herausfinden. Doch eben diese sarkastische Note trägt das Gameplay ganz gut.
Auf meiner neuen Farm angekommen, muss ich erst ein paar Eindringlinge umnieten und dann am göttlichen Faxgerät meine Aufgaben und Anweisungen abholen. Draußen kann ich Gebäude errichten und Materialien in der Umgebung sammeln. Da das Ganze technisch gesehen Diebstahl ist, muss ich aber aufpassen, dass keine Bewohner oder die Polizei mich entdecken.
Nachdem ich endlich eine Pamphlet-Station gebaut habe, kann ich mich an die Schwächsten in der Gesellschaft wenden und Obdachlose und Arbeitslose für meinen Kult rekrutieren. Wie es danach weitergeht und wofür ich meine Gläubigen alles verheizen kann, konnte ich leider nicht herausfinden, da die Zeit vorbei war. Doch da das Ganze als gewaltige Sandbox funktioniert, gibt es sicherlich allerlei absurde Einsatzmöglichkeiten.
Abseits davon spielt es sich eben wirklich wie eine wilde Mischung aus Cult of the Lamb und Far Cry 5 in einem absurden Sandbox-Mix. Ich denke, am meisten Spaß wird man mit dem Spiel haben, wenn man den Koop-Modus nutzt. Ansonsten wirken die Aufgaben, die ich bisher sehen konnte, nicht gerade abwechslungsreich.
Ihr könnt eure Basis bauen, Mitglieder rekrutieren, Vorräte sammeln, Gegner erschießen und allerlei Schabernack in der Welt treiben. Genug, um beschäftigt und unterhalten zu sein, aber erwartet keine Gameplay-technischen Offenbarungen. Auch grafisch reißt euch Join Us vermutlich nicht vom Hocker, aber das ist verschmerzbar, finde ich. Immerhin sind die Entwickler Wolf Haus Games ein Indie-Studio und Join Us ihr erstes eigenes Spiel.
Insgesamt hatte ich aber durchaus Spaß und gerade der abgedrehte Humor ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Join Us soll im März 2027 für PC, PS5 sowie Xbox Series X/S erscheinen und ich werde zum Release definitiv noch einmal reinschauen.