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Parteitag von Reform UK: Britische Rechtspopulisten unter Druck
Lange lag die Reform UK-Partei von Nigel Farage vorne in den Umfragen. Doch Finanz- und Spendenskandale, Konkurrenz von rechtsaußen und die Beliebtheit des neuen Premiers Burnham setzen der Partei zu.
Wer in die Konferenzhalle des Parteitages von Reform UK kommt, läuft über einen türkisfarbenen Teppich - die typische Farbe der Partei, die hier im Ausstellungszentrum von Birmingham allgegenwärtig ist. Ganz vorne: ein Selfie-Spot, vor dem Delegierte und Besucher Handyfotos machen. In großen weißen Buchstaben steht dort: "It’s time for Reform". Es ist Zeit für Reform.
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Doch für die britischen Rechtspopulisten sind die Zeiten schwieriger geworden. Noch beim Parteitag vor einem Jahr im September 2025 träumte Reform UK vom Einzug in die Nummer 10 Downing Street. Damals lag die Partei von Nigel Farage nicht nur in den Umfragen vorne. Sie bestimmte die Debatte über Einwanderung und setzte die Labour-Regierung von Keir Starmer unter Druck. Bei den Lokal- und Regionalwahlen im Mai gewann Reform zahlreiche Sitze hinzu.
Inzwischen ist das Umfragehoch vorbei. Mehrere Nachwahlen gingen verloren, und auch das Ansehen der Partei und von Farage selbst haben gelitten. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage vor dem Parteitag halten rund sechs von zehn Briten Reform für "nicht vertrauenswürdig, eigennützig, vorurteilsbehaftet oder extrem".
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Ein Problem für Reform ist der neue Labour-Premier Andy Burnham. Er hat einen guten Start hingelegt, ist in den sozialen Medien allgegenwärtig, wirkt nahbar, wenn er im Supermarkt zum Beispiel beim Broteinräumen hilft und bringt Labour in den Umfragen wieder nach vorne. Von einem "Burnham-Bounce", einem Burnham-Effekt, ist die Rede.
Burnham schafft es vor allem, Wählerinnen und Wähler aus dem linken Spektrum wieder stärker hinter Labour zu versammeln, sagt die Londoner Politikjournalistin Lucy Fisher von der Financial Times. "Während das linke politische Spektrum sich wieder vereint, ist die politische Rechte sehr zersplittert". Neben Reform und den Konservativen gibt es mit Restore Britain inzwischen eine weitere Partei, die noch weiter rechts steht als Farages Partei.