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Nvidia weitet DLSS 5 auf RTX-40-Grafikkarten aus
Nvidia will DLSS 5 offiziell auch auf RTX-40-Karten bringen – wo eine inoffizielle Mod-Version schon läuft. Die Rechenkosten des KI-Modells bleiben enorm.
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Die inoffizielle Mod-Version machte es vor. Nvidias neuronales Rendering DLSS 5 soll künftig auch offiziell auf Grafikkarten der Reihe GeForce RTX 40 laufen, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens dem Technikmagazin The Verge. Einen Termin dafür nennt Nvidia nicht.
Zuerst soll die Technik auf den aktuellen RTX-50-Karten schneller werden, was etwa im Herbst zu erwarten sei. „Sobald die Performance auf der RTX-50-Reihe umfassender abgestimmt ist, wollen wir die offizielle Unterstützung auf die GeForce RTX 40 Series ausweiten“, zitiert The Verge den Nvidia-Sprecher. Für die älteren Reihen RTX 30 und RTX 20 gibt es keine solche Zusage.
DLSS 5 ist am Donnerstag zusammen mit dem Basketballspiel „NBA 2K27“ erschienen, zunächst ausschließlich für RTX-50-Karten. Ein generatives KI-Modell überarbeitet dabei jedes fertig gerenderte Bild und verbessert die Darstellung von Beleuchtung, Stoffen und Gesichtern.
Dass die RTX-40-Karten offiziell außen vor bleiben sollten, hatte in der PC-Community für erheblichen Ärger gesorgt. Ein grundsätzliches Hindernis lässt sich dafür nämlich nicht erkennen: Weil in der Early-Access-Fassung von „NBA 2K27“ die Bibliothek nvngx_dlssnr.dll steckte, haben Modder das neuronale Rendering schon vor dem Release in zahlreiche Spiele eingebaut – auf RTX-50-Karten ebenso wie auf Modellen der Reihen RTX 40, RTX 30 und sogar RTX 20.
Heise online hat die geleakte Vorabfassung in „Kingdom Come Deliverance 2“ mit einer RTX 5080 ausprobiert und deutlich sauberere Umgebungsverdeckung festgestellt. Das größte Problem ist die Rechenzeit: Nvidia beziffert die Kosten des Modells in einem technischen Paper auf 8 Millisekunden pro Bild in 4K-Auflösung mit einer 5090 – andere Grafikkarten sind noch erheblich langsamer.
Rein rechnerisch bleiben damit selbst im besten Fall mit einer 5090 für 60 Bilder pro Sekunde, also 16,7 Millisekunden pro Bild, nur noch 8,7 Millisekunden für alles andere übrig. Das Spiel selbst müsste ohne DLSS 5 also mit mehr als 115 Bildern pro Sekunde laufen, die Performance würde grob halbiert werden. Auf allen anderen Grafikkarten fallen die Performance-Auswirkungen noch größer aus. Wirklich spielen kann mit DLSS 5 aktuell also kaum jemand.
Vollen Zugriff auf die Regler bekommen Spieler zumindest offiziell nicht. Modellauswahl, Struktur- und Tonintensität sowie die Masken für einzelne Objekte bleiben in der offiziellen Implementierung Entwicklern vorbehalten. Mods wie RenoDX oder OptiScaler bieten Usern aber schon jetzt die Möglichkeit, DLSS 5 in nicht unterstützte Spiele einzubinden und anzupassen.
Offen bleibt, in welchen Spielen die Technik überhaupt ankommt. Ob die ursprünglich angekündigten 16 Titel wie „Assassin's Creed Shadows“, „Starfield“ und „Resident Evil Requiem“ DLSS 5 noch bekommen, wollte Nvidia auf Nachfrage von The Verge nicht bestätigen.