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Geheime Botschaften: Blizzard deutet StarCraft-Comeback an
Blizzard macht StarCraft kurz vor der BlizzCon wieder zum Gesprächsthema. Die offizielle Website der Strategiespielreihe wird von vermeintlichen Bildstörungen überzogen und enthält über die Entwicklerkonsole abrufbare Nachrichten. Was das Studio damit ankündigen möchte, bleibt allerdings offen.
Wer derzeit die offizielle StarCraft-Website aufruft, bekommt mehr als die bekannte Startseite zu sehen. Wiederholt ziehen digitale Störungen über das Bild. Hinter den vermeintlichen Darstellungsfehlern verbirgt sich offenbar ein bewusst platziertes Rätsel: In der Entwicklerkonsole des Browsers laufen militärische und medizinische Protokolle durch, die Fans inzwischen teilweise entschlüsselt haben.
Die Daten tragen Zeitstempel aus dem August 2575 und spielen damit mehrere Jahrzehnte nach den bislang erzählten Ereignissen. Erwähnt werden unter anderem der Aokara Lunar Mining Complex auf Roxara, die Theta Squadron und eine geheime Fracht, die für ein Forschungsprojekt bestimmt sein soll. Ein weiterer Eintrag registriert 14 nicht identifizierte Lebens- oder Bewegungssignale, obwohl für den betreffenden Bereich keine Personen verzeichnet sind. Kurz darauf bricht die Energieversorgung zusammen.
Auch binär codierte Dialoge gehören zu dem Fund. Darin scheitert ein Systemzugriff an ungültigen Zugangsdaten, ein Nutzer wird markiert und zur Kontaktaufnahme mit dem Dominion Service Desk aufgefordert. Fragen nach der „Special Order 176“ weist das System wegen unzureichender Freigabe zurück. Die Aufmachung erinnert damit an ein ARG, also ein über Websites und versteckte Hinweise erzähltes Rätsel. Eine ausführliche Dokumentation der Entdeckungen findet sich im StarCraft-Subreddit.
Die Aktion startet nur wenige Tage vor der BlizzCon 2026, die am 12. und 13. September im Anaheim Convention Center stattfindet. Dass Blizzard ausgerechnet jetzt die offizielle Seite der lange ruhenden Marke verändert, spricht für eine bevorstehende Ankündigung. Einen neuen Titel oder auch nur eine StarCraft-Präsentation hat das Unternehmen bislang jedoch nicht bestätigt.
Entsprechend offen ist, wohin die Spur führen soll. Seit 2024 hält sich der Bericht, bei Blizzard werde unter der Leitung des früheren Far-Cry-Produzenten Dan Hay an einem Shooter im StarCraft-Universum gearbeitet. Anfang 2026 kamen unbestätigte Angaben hinzu, denen zufolge bereits eine interne Version existiere und sich optisch an den realistischeren Zwischensequenzen von StarCraft II orientiere. Blizzard selbst schweigt zu dem Projekt.
Parallel dazu berichteten südkoreanische Medien zuletzt über Verhandlungen zwischen Blizzard und Nexon. Dabei soll es um eine Lizenz zur Entwicklung eines neuen StarCraft-Spiels gehen, das in Berichten teils bereits als möglicher Nachfolger und „StarCraft 3“ bezeichnet wird. Ob diese Gespräche tatsächlich stattfinden und ob sie mit den versteckten Botschaften zusammenhängen, ist nicht bekannt. Shooter und Nexon-Projekt könnten ebenso zwei voneinander unabhängige Vorhaben sein.
Fest steht damit vorerst nur, dass Blizzard selbst neue Inhalte auf der StarCraft-Website platziert hat. Die Jahreszahl 2575, die militärischen Protokolle und die Hinweise auf ein außer Kontrolle geratenes Forschungsprojekt könnten bereits das Szenario eines neuen Spiels umreißen. Ebenso denkbar ist jedoch, dass sie lediglich auf eine kleinere Veröffentlichung, neue Inhalte für bestehende Spiele oder eine andere Aktion rund um die BlizzCon vorbereiten.
Für die traditionsreiche Reihe wäre eine größere Rückkehr bemerkenswert. StarCraft II: Legacy of the Void erschien bereits 2015, die Episoden von Nova Covert Ops folgten 2016 und StarCraft: Remastered 2017. Ein geplanter Ausflug ins Shooter-Genre scheiterte schon einmal: StarCraft: Ghost wurde nie veröffentlicht.