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Tau (τ) Scaling Law: Huawei Kirin 9050 Pro im Stapel-Prozess ist 42 % schneller
Der Huawei Kirin 9050 Pro ist der erste Chip mit dem neuen Tau Scaling. Dieser bringt so deutlich mehr Performance, wenngleich er westliche Flaggschiffe nicht erreichen wird. Dennoch ist der Sprung an einigen Stellen sehr groß, sodass Huawei zumindest deutlich aufholen kann.
Im Rahmen eines über zweieinhalb Stunden langen Events hat Huawei heute unter anderem das Mate XT 2 vorgestellt. Dieses faltbare Smartphone setzt als erstes auf den neuen Chip, der auf dem „Tau (τ) Scaling Law“ basiert.
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Dieses Verfahren hatten chinesische Forscher im Frühjahr enthüllt. Dabei werden hier und da Dinge wie das Chipstapeln und andere Designentscheidungen kombiniert, um so einen Prozess darzustellen, der am Ende in seiner besten Ausprägung später einmal „1,4 nm“ des Westens entsprechen soll. ComputerBase hatte das im Frühjahr deshalb bereits entsprechend eingeordnet:
Dabei hat Huawei heute aber auch einige Leistungsangaben gemacht, die zumindest etwas bei der Einordnung helfen, wenngleich Herstellerbenchmarks nach wie vor mit Vorsicht zu genießen sind. Der Huawei Kirin 9050 Pro soll demnach als Gesamtpaket 42 Prozent schneller sein als ein Huawei Mate XTs. Das Mate XTs setzte nur auf einen Kirin 9020, der seinerzeit dem Snapdragon Elite deutlich unterlegen war. 42 Prozent Mehrleistung hier sind deshalb ein guter Anfang, als Gesamtaussage aber nur bedingt brauchbar.
Da hilft die Einordnung von 24 Prozent höherer Single-Core-Leistung und 54 Prozent höherer Performance bei Multi-Core-Anwendungen schon etwas mehr. Ersteres dürfte auf Verbesserungen an der Architektur und zusätzlichem Takt basieren, denn das Tau Scaling Law sah hier zusätzlichen Spielraum von 12,7 Prozent vor – letztlich auf 24 Prozent mehr Leistung zu kommen, ist durchaus realistisch.
Eine gesteigerte Multi-Core-Leistung kommt augenscheinlich in erster Linie durch die neue Aufstellung der Kerne zustande. Zum Einsatz kommen ein Prime- und zwei Performance-Kerne, vier weitere E-Cores und noch zwei zusätzliche für das „Daily Use“. Dieses 1+2+4+2-System (oder 3+4+2) hatte Huawei zuletzt noch eher als 1+4+4 ausgelegt, unter anderem beim Kirin 9030 Pro. Da die Bezeichnungen für Kerne bei vielen Herstellern zuletzt sehr fließend sind und sich stetig ändern, ohne sich zu ändern, bleibt die Frage, was sie denn leisten und wirklich sind, heute unbeantwortet. Das gilt auch für die SMT-Funktionalität.
Die Einordnung der Leistung des 9030 Pro zuletzt zeigt aber noch einmal, wie groß der Rückstand in vielen Tests doch war. Auch der 9030 Pro legte deshalb seinerzeit um teilweise 40 Prozent zu – der 9050 Pro wäre also nichts Besonderes. Unabhängige Tests müssen die Werte von Huawei zudem ohnehin erst noch untermauern.