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Wie viel Geld der Bund 2027 ausgeben will - und wofür
Der Bundestag berät erstmals den Haushaltsentwurf für 2027. Geplant sind höhere Ausgaben und Schulden, besonders für Verteidigung. Um welche Summen geht es? Und woran gibt es Kritik?
Der Bundestag berät heute erstmals über den von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) aufgestellten Haushalt für 2027 und die Finanzplanung bis 2030.
Die Zahlen zeigen nach oben, sowohl bei Ausgaben als auch bei neuen Schulden. Kritik gibt es am starken Fokus auf die Verteidigung und an Plänen, Gelder aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) abzuziehen und in den regulären Haushalt zu überführen. Ein Überblick:
Die geplanten Ausgaben des Bundes steigen im kommenden Jahr im Kernhaushalt auf 555,4 Milliarden Euro, das sind fast sechs Prozent mehr als im laufenden Jahr. In der Finanzplanung der kommenden Jahre steigen die Ausgaben stetig an, auf dann 635,4 Milliarden Euro im Jahr 2030.
Bei der Verschuldung ist kommendes Jahr eine Nettokreditaufnahme von 118,7 Milliarden Euro geplant, nach 98 Milliarden Euro in diesem Jahr.
Beide Posten - Ausgaben und Schulden - sind noch einmal höher angesetzt als in den Eckwerten vom Frühjahr. Zusammen mit den schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr summieren sich die neuen Schulden kommendes Jahr laut Kabinettsbeschluss auf 203,7 Milliarden Euro. Auch diese Zahl steigt bis 2030 stetig an. Die vom Kabinett vergangene Woche ebenfalls beschlossene Einkommensteuerreform ist in dem Etatplan noch nicht abgebildet.
Überblick
06.07.2026
Mehr Geld für Verteidigung, höhere Schulden und Steuererhöhungen: Der Haushalt 2027 im Überblick.
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Vor allem mit internationalen Faktoren und der daraus resultierenden Wirtschaftslage: "Die globalen Krisen und Konflikte sowie ihre Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten erschweren es ganz erheblich, die Wachstumsschwäche unseres Landes zu überwinden", heißt es in der Regierungsvorlage für das Haushaltsgesetz. Genannt werden etwa die Lage in Nahost und der andauernde Ukraine-Krieg, was massive Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit nach sich ziehe.
Für kommendes Jahr wird nur noch mit einem realen Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent gerechnet. Das mindert nicht nur die Steuereinnahmen, sondern treibt auch die Zinszahlungen des Bundes in die Höhe: 41,9 Milliarden Euro werden kommendes Jahr allein für Zinszahlungen veranschlagt, diese Summe steigt bis 2030 drastisch auf voraussichtlich 80,7 Milliarden Euro.