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Micron: Client-Speicher bringt die höchste Marge ein
In nur drei Monaten verdoppelt einer der größten Speicherhersteller der Welt seinen Nettogewinn. Chips für PCs und Notebooks bringen besonders viel Marge.
Mit Micron hat jetzt auch der dritte der drei weltweit größten Speicherhersteller seinen aktuellen Geschäftsbericht veröffentlicht. Einmal mehr verdeutlicht er, wie stark die Speicherriesen vom aktuellen Liefermangel profitieren: Der Umsatz steigt in drei Monaten um 74 Prozent auf fast 41,5 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn sogar um 105 Prozent auf gut 28,2 Milliarden US-Dollar.
Das stärkere Wachstum beim Gewinn liegt an höheren Preisen für Arbeitsspeicher (DRAM) und NAND-Flash für SSDs, was sich in der Gewinnspanne widerspiegelt: Die Betriebsmarge steigt verglichen mit dem Vorquartal von 67,6 auf 80,4 Prozent. Die Bruttomarge liegt inzwischen bei enorm hohen 84,6 Prozent.
Der Vergleich mit dem gleichen Vorjahreszeitraum zeigt, wie absurd die aktuelle Speicherkrise ist: Der Nettogewinn steigt um den Faktor 15. Vor einem Jahr war Speicher noch ohne Probleme lieferbar.
Die Aufschlüsselung nach Zielmärkten beweist, dass Speicher für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphone und andere Endgeräte weiterhin äußerst lukrativ ist. Mit 86 Prozent Betriebs- und 87 Prozent Bruttomarge bringt diese Gruppe den höchsten relativen Gewinn. Es erklärt, warum Speicherhersteller offenbar wieder verstärkt DDR5-DRAM produzieren wollen.
Zum Vergleich: Cloud-Hyperscaler wie Amazon AWS, Google, Meta und Microsoft Azure bringen knapp 13,8 Milliarden US-Dollar bei 78 Prozent Betriebs- und 83 Prozent Bruttomarge. Erst wenn man Cloud-Hyperscaler (Cloud Memory Business) und traditionelle Server (Core Data Center Business) zusammenzählt, ist die Client-Sparte abgehängt.
DRAM macht derweil drei Viertel von Microns Umsatz aus, angetrieben von DDR5, LPDDR5X und High-Bandwidth Memory (HBM). Den Rest setzt der Hersteller mit NAND-Flash-Bausteinen um. Die Preise schießen für beide Speichertypen ähnlich weit hoch.
Im neuen Quartal erwartet Micron im Mittel 50 Milliarden US-Dollar Umsatz, bei einer firmenweiten Bruttomarge von 86 Prozent. Microns Aktie ist seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen um über 15 Prozent gestiegen und hat damit das kleine Tief vom Wochenbeginn wieder überwunden.
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