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iPhone Duo: Erstes Apple-Foldable kostet 2.299 Euro und kommt im Oktober
Apple hat sein erstes Foldable vorgestellt: Beim iPhone Duo wurde iOS umfangreich angepasst, die Dynamic Island mit Kamera hinter dem Display versteckt und Touch ID zurück aus der Schublade geholt. Sogar der Apple Pencil wird unterstützt. Zuerst werden jedoch mindestens 2.299 Euro fällig. Ausgeliefert wird ab dem 23. Oktober.
Das iPhone Duo verfügt über ein 5,4-Zoll-OLED-Display auf der Vorderseite und ein 7,6-Zoll-OLED-Display im Inneren, das vom Nutzer aufgeklappt werden muss. In diesem Zustand soll das Display 50 Prozent größer sein als das vom iPhone 18 Pro Max. Die seidenmatte Oberfläche des OLED-Panels soll den Falz praktisch vollständig verschwinden lassen.
Damit das aufgeklappte, rund 5,2 mm dünne Smartphone schwerer zerkratzt werden kann, wird es von allen Seiten mit Ceramic Shield 2 geschützt. Zusammengeklappt kommt das Foldable auf stolze 11,3 mm Dicke. Ein von Apple entwickeltes Scharnier verbaut über 100 kleine Teilchen und nutzt diverse Techniken, um im aufgefalteten Zustand ein komplett flaches Display zu ermöglichen. Das faltbare iPhone besteht aus poliertem Titan und ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.
Bisherige Foldables seien nach Ansicht von Apple eher wie zwei Displays nebeneinander entwickelt und nicht zu Ende gedacht worden. Durch schwarze Balken beim Medienkonsum soll sich der Bildschirm bisher immer kleiner angefühlt haben, als es die Größe verspricht. Apple will das mit dem iPhone Duo überwunden haben.
Das Foldable soll etwa durch spezielle Animationen und identische Seitenverhältnisse von 1,4:1 den Anschein erwecken, als wären beide Displays eins. Durch OLED mit besonders großzügigen Blickwinkeln soll das innere Display auch in unterschiedlichen aufgeklappten Winkeln nutzbar sein.
Damit das möglich ist, hat Apple iOS 27 umfangreich an das faltbare iPhone angepasst. Die größte UI-Änderung, die Nutzer sofort sehen, ist das Dock an der Seite statt am unteren Rand. Die Statusleiste hat Apple zum Kreis verwandelt. WLAN- und andere Verbindungsanzeigen werden in diesem neuen UI-Element angezeigt.
Bei der Verwendung schreibt der Konzern dann Geschichte für iPhone-Besitzer: Erstmals lassen sich zwei Apps gleichzeitig verwenden, wodurch echtes Multitasking möglich wird. Es soll sich sogar zweimal dieselbe App öffnen lassen. Das iPhone Duo lässt sich auch wie ein Mini-Laptop aufklappen und hinstellen, um etwa Serien zu genießen. Apple nennt das „angewinkelt". Videos lassen sich im aufgeklappten Zustand am oberen Bildschirmrand über die komplette Breite vergrößern und fixieren.
Für den Nachttisch kann das iPhone Duo als stationärer Wecker verwendet werden. Apple hat die Standby-Funktion überarbeitet und Nutzer können deutlich mehr Funktionen auf dem Ladebildschirm anzeigen lassen als bisher auf iPhones. Das iPhone wird dafür angewinkelt aufgestellt und das vordere Display für die Anzeige genutzt.
Überraschenderweise hat Apple angekündigt, dass sich auf dem Foldable der Apple Pencil (USB-C) nutzen lassen wird. Face ID hat es nicht in das Duo geschafft, stattdessen holt Apple Touch ID zurück aus der Schublade.
Im Inneren werkelt der neue A20 Pro aus den Pro-iPhones. Apple verwendet hier den Vollausbau des Chips und nicht wie beim letztjährigen iPhone Air (Hands-on) eine teildeaktivierte Version. Käufer erhalten damit sechs CPU-Kerne (zwei Super- und vier Effizienzkerne) sowie die neue GPU mit sieben Kernen und als NPU eine Dual-Neural-Engine mit 32 Kernen, die der Konzern schon im neuen M6 verbaut.