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heise+ | Cloud-Hosting im Preischeck: Virtuelle Server werden spürbar teurer
Mehrere Anbieter erhöhten ihre Preise in den letzten Monaten kräftig. Unsere Analyse zeigt, warum das kein Ausreißer ist und was Kunden daraus ableiten müssen.
Virtuelle Server werden spürbar teurer, und das nicht nur bei einzelnen Anbietern, sondern quer durch den Markt. Der große Cloud-Hoster Hetzner aus dem fränkischen Gunzenhausen hat im laufenden Jahr gleich zweimal die Preise außergewöhnlich heftig erhöht. Mitte Juni stiegen die Mietkosten für manche virtuellen Server (Virtual Private Server, VPS) um mehr als 200 Prozent, allerdings im nicht von uns analysierten Segment. Das gilt als Warnsignal, denn lange Jahre waren die deutschen Cloud-Hoster im internationalen Vergleich als extrem preisstabil und preiswert bekannt.
Die Anpassung berücksichtige „insbesondere die massiv gestiegenen Beschaffungskosten“, teilte Hetzner mit. Der Preisschub komme nicht aus dem Hosting-Markt selbst, sondern aus globalen Engpässen bei RAM und Flash, getrieben durch KI-Rechenzentren. Andere Hoster könnten ebenso massiv nachziehen. Projektkosten würden für Kunden schwerer kalkulierbar.
Ein Vergleich von fünf deutschen Hostern zeigt, wie stark die Preise bereits gestiegen sind. Für diesen Artikel haben wir Konfigurationen herausgepickt und die aktuellen Preise mit denen vor zwölf Monaten verglichen. Um es vorwegzunehmen: Die Preisspirale dreht sich schon seit Längerem nach oben. Und dafür geben die Hoster auf Nachfrage sämtlich dieselben Gründe an wie Hetzner, nur haben es die meisten nicht aktiv kommuniziert.
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