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Kioxia Exceria Pro G2 im Test: Das SSD-Flaggschiff aus Japan attackiert an der Spitze
Mit der Kioxia Exceria Pro G2 testet ComputerBase die neue Flaggschiff-SSD des japanischen Herstellers. Basierend auf dem SM2508-Controller tritt sie gegen die High-End-Riege mit PCIe 5.0 an. Reicht es für das Spitzenfeld mit WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) und Corsair MP700 XT Pro (Test)?
Rund vier Jahre ist die Kioxia Exceria Pro (Test) auf dem Markt. Da wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger, auch um der High-End-Konkurrenz aus anderem Hause etwas entgegensetzen zu können. Während der Vorgänger das Potenzial von PCIe 4.0 x4 nahezu ausschöpfte, ist es bei der Exceria Pro G2 das Limit der doppelt so schnellen Schnittstelle PCIe 5.0 x4. Und das liegt netto bei etwa 14.900 MB/s, wie die Redaktion schon bei den Flaggschiffen WD_Black SN8100 (Test) und Corsair MP700 Pro XT (Test) feststellen konnte. Um nicht weniger als die Leistungskrone buhlen diese Modelle, zu denen nun auch die Kioxia Exceria Pro G2 zählt.
Zur Vorstellung der Exceria Pro G2 wollte Kioxia den Controller noch nicht verraten. Jetzt steht fest, dass es sich um den SM2508 handelt. Das ist der aktuell schnellste Chip von Silicon Motion für den Verbrauchermarkt. Er besitzt 8 Kanäle und einen eigenen DRAM-Cache. Er ist erheblich effizienter als der Phison E26, aber nicht ganz so effizient wie der selten anzutreffende Phison E28.
Beim Speicher setzt Kioxia wenig überraschend auf die eigene Produktion: BiCS8-Flash in der TLC-Variante mit 1 Tbit pro Die kommt zum Einsatz.
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Kioxia Exceria Pro G2 mit 4 TB liegt diese bei 2.400 TB. Das ist der gängige Wert für 4-TB-SSDs mit TLC-Speicher.
Die Kioxia Exceria Pro G2 ist aktuell bei diversen Online-Shops erhältlich und kostet ab 198 Euro (1 TB), ab 339 Euro (2 TB) und im Falle des Testmusters ab 733 Euro (4 TB).
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.