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Genosse Bär untergräbt das Vaterland: Mit Spitzhacke und U-Boot gegen den Kreml
Ein Bär, ein gesunkenes Wrack und ein Wunsch nach Rache: Baut in diesem Roguelike-Miner à la Dome Keeper ein U-Boot zur Unterwasser-Festung aus
Genosse Bär wurde von seinem eigenen Regime aufgegeben. Sein U-Boot liegt auf dem Meeresgrund, seine Kameraden sind tot und Hilfe ist nicht mehr zu erwarten. Andere würden in dieser Lage vermutlich verzweifeln. Der Bär greift zur Spitzhacke.
In Genosse Bär untergräbt das Vaterland suchen wir nach Rohstoffen, reparieren das gesunkene U-Boot und bauen es zu einer schwimmenden Festung aus. Feindliche Flotten und riesige Kraken versuchen regelmäßig, dem Rachefeldzug ein vorzeitiges Ende zu bereiten. Das langfristige Ziel formuliert die offizielle Spielbeschreibung erfreulich eindeutig: Der Bär will den Kreml in die Luft jagen.
Das Einzelspieler-Game von Indifferent Penguin verbindet Roguelike-Action mit Ressourcenabbau, Basenbau und taktischer Verteidigung. Als letzter Überlebender eines gesunkenen sowjetischen U-Boots gräbt sich Genosse Bär durch den Meeresboden, rüstet das Wrack zur Kampfmaschine auf und wehrt Flotten sowie Monster ab. Sein Endziel: den Kreml sprengen.
Entwickelt wird der Roguelike-Action-Miner von Daniel Wichterich, der unter dem Namen Indifferent Penguin allein und ohne externe Geldgeber arbeitet. Als spielerische Orientierung nennt er Dome Keeper, Faster Than Light und Terraria. Das klingt zunächst nach der üblichen Aufzählung bekannter Titel, mit der Entwickler ihr Spiel möglichst schnell in drei Schubladen gleichzeitig unterbringen.
Die Arbeit beginnt unterhalb des U-Boots. Genosse Bär schlägt sich mit seiner Spitzhacke durch den Meeresboden und sucht nach Rohstoffen. Mit Leitern und Plattformen legen wir Wege durch die entstandenen Stollen an. Später kommen automatische Transportsysteme hinzu, welche die gewonnenen Materialien durch die Mine transportieren.
Welche Rohstoffe vorkommen, wie groß die Abbaugebiete werden und wie weit sich die Arbeit automatisieren lässt, hat Wichterich bislang nicht verraten. Die Steam-Seite erwähnt außerdem eine Gewichtsmechanik, ohne näher zu erklären, wie sie funktioniert. Klar ist nur, dass wir nicht wahllos Löcher graben, sondern schrittweise eine funktionierende Infrastruktur unter dem U-Boot errichten.
Die Nähe zu Dome Keeper ist dabei ausdrücklich gewollt. „Ich will vor allen Dingen ein Spiel machen, das Fans von Dome Keeper auch mögen, denn ich bin selbst so ein Fan“, erklärt Wichterich. Der Wechsel zwischen Rohstoffabbau, Ausbau und Verteidigung bildet auch hier das spielerische Fundament. Statt einer Kuppel beschützen wir allerdings ein beschädigtes russisches U-Boot. Seine Besatzung hat zudem weniger Interesse am Überleben als an Vergeltung.
Die geborgenen Materialien fließen in den Wiederaufbau des U-Boots. Wir reparieren beschädigte Systeme, verbessern die Fähigkeiten des Bären und erweitern das Wrack um neue Anlagen. Räume und technische Einrichtungen lassen sich miteinander vernetzen, damit Energie und Fracht durch das Schiff gelangen.
Das U-Boot folgt dabei keiner vollständig festgelegten Vorlage. Wie die einzelnen Systeme angeordnet und verbunden werden, bleibt zumindest teilweise uns überlassen. Hier setzt der Vergleich mit Terraria an, den Wichterich allerdings bewusst klein hält.