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KI: Google bringt Gemini als eigene Desktop-App für Windows-Systeme
Die Gemini-App ist per Tastenbefehl aufrufbar und kann Informationen aus Google-Diensten auswerten. Die kostenlose KI-App kann auch Bilder und Videos erstellen.
Google bietet die eigene KI-Anwendung Gemini nun auch für Windows-Systeme an, nachdem die App schon vor Monaten für MacOS eingeführt wurde. Wie auf Apple-PCs lässt sich die Gemini-App per Tastenkombination schnell aufrufen und steht dann als KI-Chatbot für Fragen und als KI-Agent für Aufgaben zur Verfügung. Zudem kann die Gemini-Anwendung auch in Windows 10 und 11 Bilder und Videos erstellen.
Bereits im April dieses Jahres hat Google eine native Gemini-App für Mac-Systeme eingeführt, jetzt gibt es die KI-Anwendung auch für Windows-PCs. Unter MacOS lassen sich Bildschirminhalte und einzelne Fenster freigeben, damit Gemini diese analysieren kann und „kontextbezogene Hilfe“ bietet. Integriert sind außerdem generative Modelle für Bilder und Videos, also Nano Banana und Veo. Weitere Google-Werkzeuge wie NotebookLM, aber auch Dateien, Drive und Fotos sind eingebaut, auch wenn letztere drei nicht zur KI-Suite gehören.
Diese Funktionalitäten hat Google jetzt zumindest zum Teil auf Windows übertragen. Auch im Microsoft-Betriebssystem kann die Gemini-App per Tastenbefehl (Alt + Leertaste) aufgerufen werden, um während der Arbeit etwa schnell Fakten zu überprüfen oder Vorschläge für die Überschriften einer Präsentation zu bekommen, wie Google schreibt. Neben der Nutzung als KI-Chatbot bietet die App auch Googles KI-Assistenten Gemini Spark, um komplexe Aufgaben zu übernehmen, die dieser im Hintergrund erledigen kann.
Die Gemini-App hat nach Anmeldung im Google-Konto auch Zugriff auf Informationen aus anderen Google-Diensten wie Gmail und Drive. Dadurch lassen sich E-Mails durchsuchen oder Dokumente im eigenen Cloud-Speicher finden. Durch die Verknüpfung per Google-Konto stehen auch vergangene Interaktionen mit Gemini, etwa auf dem Smartphone, als Historie zur Verfügung, also geführte Chatbot-Gespräche oder auf Textanfrage erzeugte KI-Bilder.
Bilder können auch direkt in der Gemini-App für Windows generiert werden, etwa für eine Präsentation, wobei hier auf Googles KI-Bildgenerator Nano Banana zurückgegriffen wird. Für die Erzeugung kurzer KI-Videos steht „Gemini Omni“ zur Verfügung, allerdings nur zahlenden Kunden mit kostenpflichtigem KI-Abonnement. Die Windows-Version der Gemini-App kann bislang aber keine Bildschirminhalte auswerten. Dazu müssen Screenshots angefertigt werden.
Google bezeichnet die Gemini-App als „leicht und leise“, sie soll den PC nicht verlangsamen. In einem kurzen Test zeigte sich, dass die App unter Windows 11 ohne Anmeldung knapp 400 MByte Hauptspeicher belegte, nach Anmeldung per Google-Konto stieg der Speicherbedarf auf rund 500 bis 700 MByte. Ohne Anmeldung kann die App lediglich das KI-Modell Gemini 3.5 Flash-Lite für die schnellsten Antworten nutzen, aber nach Anmeldung können auch Gemini 3.6 Flash für umfassende Hilfe sowie Gemini 3.1 Pro für fortgeschrittene KI-Logik verwendet werden.
Die Gemini-App ist im Grunde ein Abbild von Gemini im Webbrowser und steht ab sofort für Windows 10 und Windows 11 zum Download zur Verfügung. Zu den mehr als 70 unterstützten Sprachen gehört auch Deutsch.
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