// HEISE ONLINE — MOBILE & WEB
Universal Music: KI-Plattform von ElevenLabs soll Fans remixen lassen
Universal Music und ElevenLabs bauen eine gemeinsame KI-Plattform. Fans sollen darauf Remixe und Mashups aus Songs teilnehmender Künstler erstellen können.
Universal Music öffnet seinen Katalog für eine neue Musikplattform des KI-Audio-Spezialisten ElevenLabs. Fans sollen auf der geplanten Plattform Remixe und Mashups aus Songs teilnehmender Künstler aus dem Universal-Katalog erstellen können, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit.
Der mehrjährige Lizenzvertrag stellt die erste Vereinbarung von ElevenLabs mit einem großen Musikunternehmen dar. Die Plattform befindet sich noch in Entwicklung, einen Launch-Termin nennen die beiden Partner nicht. Neben Remixen und Mashups sind neue Interpretationen einzelner Titel und „personalisierte Stimmerlebnisse“ vorgesehen. Was genau darunter zu verstehen ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Plattform soll ausschließlich auf Musik derjenigen aufbauen, die sich aktiv dafür entscheiden. Von den bestehenden Musikprodukten von ElevenLabs bleibt sie getrennt. Das Unternehmen verkauft bereits eine Music API an Entwickler und betreibt mit ElevenMusic eine App zum Erzeugen eigener Songs.
Wie sich die Erlöse zwischen Plattform, Label und Künstlern verteilen, teilen die Unternehmen nicht mit. „Indem wir die weltweite Community und die Rechteverwaltungs-Expertise von UMG mit unseren KI-Modellen und Produkten kombinieren, werden wir Künstler und Songwriter in die Lage versetzen, starke neue Erlebnisse für ihre Fans zu schaffen, und sicherstellen, dass sie fair vergütet werden“, sagt ElevenLabs-Chef Mati Staniszewski in der Mitteilung.
Im August 2025 hat ElevenLabs einen Rechtsstreit mit zwei Sprechern beigelegt, die dem Unternehmen das Klonen ihrer Stimmen ohne Erlaubnis vorgeworfen hatten. Eine Sammelklage von Journalisten und Sprechern wegen angeblich ohne Einwilligung erstellter Stimmprofile läuft noch, wie das Branchenmagazin Music Business Worldwide berichtet.
Für Universal Music ist es die jüngste in einer ganzen Reihe von KI-Vereinbarungen. Den Anfang machte im Oktober 2025 ein Vergleich mit Udio: Das Musikunternehmen hatte die KI-Plattform zunächst wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt und öffnete ihr anschließend seinen Katalog für das KI-Training. Dazu kommen KI-Lizenzabkommen mit Spotify, Nvidia und Klay.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.