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Navidrome 0.62 bringt Audio-Empfehlungen, neues „Now Playing“ und mehr Sicherheit
Für Nutzer von Navidrome steht mittlerweile Version 0.62 des quelloffenen Musikservers bereit. Wer die Software noch nicht auf dem Schirm hat: Es handelt sich um einen selbst gehosteten Medienserver für die eigene Musiksammlung, der als Open-Source-Lösung bereitsteht. Die Software gilt als ressourcenschonend, kommt auch mit großen Bibliotheken zurecht und ist kompatibel zur Subsonic-API, was die Wahl des Abspielgerätes sehr flexibel gestaltet, generell gibt es auch zig Apps. Das Update steht für Docker, Windows, Linux, macOS und FreeBSD zur Verfügung.
Das Update liefert nicht nur optische Überarbeitungen, sondern bringt auch neue Funktionen für Musikempfehlungen und einige sicherheitsrelevante Verbesserungen mit. Nett ist die Unterstützung der OpenSubsonic-Erweiterung „sonicSimilarity“. Damit lassen sich Musikstücke anhand ihrer Audioeigenschaften analysieren und ähnliche Titel empfehlen. In Verbindung mit kompatiblen Erweiterungen wie AudioMuse-AI können so intelligentere Wiedergabelisten und Musikempfehlungen erstellt werden. Neu sind außerdem die Endpunkte „getSonicSimilarTracks“ und „findSonicPath“, die diese Funktionen nutzbar machen.
Auch die Wiedergabeansicht wurde überarbeitet. Das „Now Playing“-Interface präsentiert sich in einem neuen Design. Gleichzeitig ersetzt Navidrome das bisherige Scrobbling-System durch die OpenSubsonic-Erweiterung „playbackReport“. Nutzer erhalten damit eine neue Übersicht für Wiedergabestatistiken inklusive konfigurierbarer Erfassungsintervalle. Unter der Haube haben die Entwickler zudem an der Sicherheit geschraubt. Verbesserte Prüfungen für Freigaben, Player und Transcoding-Prozesse sollen unberechtigte Zugriffe verhindern. Außerdem begrenzt Navidrome künftig die Anzahl gleichzeitiger Transcodierungen, um mögliche Angriffe über FFmpeg einzudämmen. Neu hinzugekommen ist zudem eine Option, die den Betrieb des Servers als Root-Benutzer unterbinden kann. Mehrere gemeldete Sicherheitslücken wurden laut Changelog ebenfalls geschlossen.
Darüber hinaus erweitert Navidrome die Möglichkeiten bei Smart Playlists. Diese unterstützen nun ReplayGain-Felder und erhalten mit „isMissing“ sowie „isPresent“ zwei zusätzliche Filteroperatoren. Wer gerne an der Oberfläche schraubt, bekommt außerdem neue Themes spendiert. Neu dabei sind Tokyo, Catppuccin und Moonbase. Und: Falls ihr da Fan loser Musik seid: Schaut euch Gonic an. Das Problem mit den Einzelsongs und losen Tracks teilt Navidrome nämlich mit vielen modernen Musikservern: Sobald Lieder keinem klassischen Album zugeordnet sind, bricht die tag-basierte Struktur zusammen. Man endet im UI mit Hunderten „Unknown Albums“ oder „Various Artists“-Chaos.
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