// COMPUTERBASE — MOBILE & WEB
Destiny 2 & Marathon: Bungie-Krise kostet hunderte Stellen
Bungie ist in der Krise angekommen. Die hatte sich zuletzt immer deutlicher abgezeichnet und fordert Tribut in Form einer großen Entlassungswelle. Das Studio sieht sich zum Streichen von hunderten Stellen gezwungen, die meisten davon beim Destiny-2-Team.
Gehen müssen entsprechend einer Anzeigepflicht im US-amerikanischen Bundesstaat Washingten 292 Angestellte und zwar bereits zum 9. Juli, darunter der Studio Head Justin Truman. Paul Tassi von Forbes spricht auf X gar von 400 Angestellten, die beim sogenannten Layoff-Call dabei gewesen sein sollen. Dies entspreche ungefähr dem halben Studio und folgt auch einen Aderlass im Jahr 2024, wo etwa 17 Prozent der Bungie-Mitarbeiter gehen mussten.
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von Bluesky, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
292 people laid off from Bungie in the state of Washington, where the studio is based. Effective July 9.
Bungie selbst sprach von der Notwendigkeit zu einer Neuausrichtung, nachdem Destiny 2 die vergangenen Jahre hinter den Erwartungen blieb und schließlich eingestellt wurde. Wie es weitergeht, wolle Bungie zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Neue Projekte seien noch einem führen Stadium, die Mitarbeiterzahl deshalb nicht sinnvoll zu halten.
Sony selbst stellte klar, dass der größte Teil des Destiny-2-Teams betroffen sei, dazu einige Entwickler von Marathon. Nach langer Evaluation sei festgestellt worden, dass eine Schrumpfung des Studios nötig sei, um „seine Ressourcen mit seinen aktuellen Prioritäten und langfristigen Zielen in Einklang zu bringen“. Bemerkenswert dabei: Die URL zur Ankündigung unterscheidet sich nur durch eine „2“ von derjenigen, mit der der Hero-Shooter Concord eingestellt und sein Entwickler geschlossen wurde.
Marathon bleibe indes ein wichtiger Teil des Sony-Portfolios, bekräftigte Sony, auf Season 1 und 2 solle aufgebaut werden. Vorerst zumindest. Das passt ins Bild: Das Ende von Destiny 2 war und ist ein riesiges Problem für Bungie, weil nicht rechtzeitig genug neue Projekte erfolgreich angeschoben wurden und Marathon hinter den Erwartungen bleibt. Der Extraction-Shooter ist gut, aber eher für die Nische gemacht.
Nachdem Sony zuletzt den Bilanzwert von Bungie erneut nach unten korrigieren musste, sind die Entlassungen quasi erwartbar gewesen: Es steht nichts Großes von Bungie an, Marathon läuft nicht gut genug, das Studio bleibt weiterhin unter allen Erwartungen. Damit werden tatsächlich auch seine Ressourcen nach unten korrigiert.