// EUROGAMER.DE — GAMING
Final Fantasy 7 Remake: Switch-2-Rückkehr ist für den Director reines Schicksal
Naoki Hamaguchi blickt auf den Bruch mit Nintendo zurück. Erst die neue Multiplattform-Strategie von Square Enix machte den kommenden Release möglich.
Die Veröffentlichung der Final-Fantasy-7-Remake-Trilogie fühlt sich für Naoki Hamaguchi, den Director der Reihe, "fast wie Schicksal" an.
Damals waren die vorherigen Teile auf NES und SNES vertreten, doch mit Final Fantasy 7 folgte der Wechsel zur PlayStation. Es hat anschließend lange gedauert, bis sich Square Enix wieder für andere Plattformen öffnete.
"Zuallererst muss ich sagen, dass ich persönlich eine sehr starke emotionale Bindung zu Nintendo-Hardware habe", sagt Hamaguchi im Gespräch mit Nintendo Everything. "Deshalb verfolge ich auch ganz privat extrem gespannt, wie sich die Titel schlagen. Denn wie ihr wisst, war Final Fantasy 7 der erste nummerierte Teil der Reihe, der damals Nintendo den Rücken kehrte. Bis dahin erschienen die Spiele ausnahmslos auf Nintendo-Konsolen. Dass wir Teil 7 nun genau dorthin zurückbringen, fühlt sich für mich also wie Schicksal an."
Takashi Kiryu übernahm 2023 den Posten als CEO von Square Enix und löste Yosuke Matsuda ab. Unter seiner Führung strukturierte das Unternehmen seine Strategie um: Weg von PlayStation-Exklusivdeals und hin zu einer aggressiveren Multiplattform-Veröffentlichung für mehr Reichweite.
"Ich bin wahnsinnig gespannt auf all die Spieler einer bestimmten Generation – die echten Nintendo-Fans, die ihre Reise mit Final Fantasy nach Teil 6 womöglich nicht fortgesetzt haben, weil die Reihe die Konsole wechselte. Ich wünsche mir sehr, dass sie durch die Switch-2-Versionen von Remake und Rebirth nun zur Final-Fantasy-Reihe zurückfinden. Allein aus dieser persönlichen Perspektive interessiert mich brennend, wie die Titel ankommen."
Doch woher kam die Idee, die Spiele auf die Switch 2 zu bringen? Zum einen sagt Hamaguchi, dass ihm die Hardware schon vorab präsentiert wurde. Zum anderen fiel es in eine Zeit, in der Square Enix seine Strategie in Richtung Multiplattform-Veröffentlichungen ausrichtete.
"Als Nintendo an der Hardware der Switch 2 arbeitete, zeigten sie mir eine Präsentation zur neuen Konsole – eine ganze Weile vor der offiziellen Ankündigung und dem Release", erzählt er. "Das ist in der Spielebranche ein völlig normaler Vorgang. Ich will damit keineswegs sagen, dass nur ich diese Präsentation bekommen hätte oder etwas Besonderes wäre [lacht]."
"Diese Präsentation brachte mich ins Grübeln und ich schaute mir die Hardware ganz genau an. Noch bevor wir überhaupt mit der Arbeit an der Switch-2-Version begannen, wurde mir klar: Bei diesen Specs wird das eine echte Herausforderung. Es wird schwierig und wir müssen verdammt hart schuften. Gleichzeitig erkannte ich aber die Chance: Ja, die Final-Fantasy-7-Remake-Reihe lässt sich auf die Switch 2 bringen. Ab diesem Zeitpunkt war mein Interesse geweckt."
"Wenn ich sage, dass das Timing perfekt war, liegt das an der Frage, ob es meine persönliche Entscheidung oder die des Unternehmens war. Die Antwort lautet: Es war beides. Genau zu der Zeit, als Nintendo mir die Konsole zeigte und ich über die Switch 2 nachdachte, gab es bei uns einen Wechsel an der Spitze. Wir wechselten von unserem vorherigen CEO Yosuke Matsuda zu unserem neuen Chef Takashi Kiryu. Herr Kiryu verfolgte eine klare Vision und gab als neue Unternehmenslinie vor: Unsere Spiele sollen so weit wie möglich auf allen Plattformen erscheinen."