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Sony entfernt 551 Filme aus dem PlayStation Store – auch gekaufte Inhalte betroffen
Sony streicht 551 Filme aus dem PlayStation Store. Auch bereits gekaufte Titel sind betroffen und verschwinden aus Nutzerbibliotheken – offenbar wegen geänderter Lizenzvereinbarungen mit StudioCanal.
Sony sorgt derzeit für hitzige Diskussionen unter Nutzern des PlayStation Store, nachdem bekannt wurde, dass eine große Zahl bereits gekaufter Filme aus digitalen Bibliotheken der Plattform entfernt wird. Betroffen sind Inhalte, die von dem französischen Studio StudioCanal lizenziert wurden. Laut offiziellen Mitteilungen sollen Nutzer ab dem 1. September 2026 keinen Zugriff mehr auf diese Titel haben – selbst dann nicht, wenn sie die Filme zuvor regulär gekauft haben.
Zu den entfernten Inhalten gehören insgesamt 551 Filme und Serien, darunter bekannte Klassiker wie „Terminator 2: Judgment Day“ und „Total Recall“. Auch weitere bekannte Produktionen wie „From Dusk Till Dawn“ und „Cliffhanger“ gehören zu der Liste.
PREVIOUSLY PURCHASED$7.535B 2025 profit, but Sony are quite happy to shaft their customers, given half the chance. pic.twitter.com/2QVpSJ7e9D
Sony begründet die Maßnahme mit geänderten Lizenzvereinbarungen. Diese würden es nicht mehr erlauben, die Inhalte weiterhin über die Plattform anzubieten. Für Nutzer bedeutet das konkret: Die Filme werden aus ihren digitalen Mediatheken entfernt und können nach Ablauf der Frist nicht mehr abgespielt werden. Besonders kritisch wird dabei gesehen, dass es keinerlei Hinweise auf Rückerstattungen oder alternative Entschädigungen für betroffene Käufer gibt.
Die Nachricht wurde erstmals durch einen Nutzer auf der Plattform X öffentlich geteilt, nachdem er eine entsprechende Mitteilung von Sony erhalten hatte. Darin heißt es sinngemäß, dass die Inhalte nicht länger unterstützt werden und daher aus der Bibliothek verschwinden. Eine vollständige Liste der betroffenen Titel wurde inzwischen auch über offizielle Quellen von PlayStation veröffentlicht.
Die Reaktionen in der Community fallen deutlich aus. Viele Nutzer zeigen sich verärgert darüber, dass digital gekaufte Filme offenbar jederzeit wieder verschwinden können. Kritiker sehen darin ein grundlegendes Problem des digitalen Medienmarktes: Der Begriff „Kauf“ sei irreführend, da Nutzer in Wahrheit lediglich zeitlich begrenzte Nutzungsrechte erwerben.
Der Fall verdeutlicht erneut die Abhängigkeit digitaler Inhalte von Lizenzmodellen. Anders als bei physischen Medien können Anbieter Inhalte jederzeit entfernen, wenn entsprechende Verträge auslaufen oder angepasst werden.
Die Diskussion hat erneut eine breitere Debatte über digitale Rechte entfacht. Immer mehr Nutzer fordern klarere Regeln oder zumindest bessere Transparenz darüber, was beim Kauf digitaler Inhalte tatsächlich erworben wird. Sony selbst hat sich bislang nicht zu möglichen Kompensationen für betroffene Kunden geäußert.