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Valve würde die Steam Machine gern günstiger verkaufen – nur nicht in absehbarer Zeit
Der Einstiegspreis von 1.039 Euro soll kein Dauerzustand bleiben. Wegen der weltweiten Speicherkrise gibt es für PC-Spieler vorerst jedoch keine Entlastung.
Valve hat den Preis der Steam Machine kaum genannt, da spricht das Unternehmen bereits über die Hoffnung auf einen niedrigeren. Das Basismodell mit 512 GB kostet in Deutschland 1.039 Euro. Für die Variante mit 2 TB werden 1.359 Euro fällig, zusammen mit dem Steam Controller sind es 1.428 Euro. Der kompakte Wohnzimmer-PC hat damit einen Preis erreicht, bei dem selbst Valve keine Begeisterung erwartet.
Schon 2015 wagte Valve mit den ersten Steam Machines den Sprung ins Wohnzimmer – damals ein Flop. Erst der Erfolg des Handhelds Steam Deck (2022) gab dem Konzern das nötige Hardware-Know-how, um das Konsolen-Konzept 2026 im Premium-Segment neu aufzurollen.
Im Gespräch mit Digital Foundry wurden die Valve-Ingenieure Pierre-Loup Griffais und Yazan Aldehayyat gefragt, ob das Unternehmen die Preise senken würde, sobald sich die derzeitige Speicherknappheit entspannt. Griffais machte deutlich, dass Valve kein Interesse daran habe, die Hardware dauerhaft auf einem hohen Preisniveau zu halten.
„Es gibt für uns keinen Grund, Hardware künstlich teuer zu halten“, erklärte Griffais. „Für uns gilt deshalb: Je günstiger, desto besser.“
Aldehayyat dämpfte allerdings jede Hoffnung, dass aus diesem Wunsch bald ein niedrigerer Preis wird. Die weitere Entwicklung lasse sich zwar nur schwer vorhersagen, Valve sei jedoch nicht optimistisch, dass sich die Lage in absehbarer Zeit verbessere.
„Natürlich würden wir die Steam Machine gern günstiger anbieten und damit mehr Menschen erreichen. Ich möchte allerdings nicht den Eindruck erwecken, dass dies in absehbarer Zeit möglich sein wird. Nach allem, was wir derzeit erleben, dürfte sich die Lage nicht so schnell entspannen.“
Grund dafür sind vor allem die stark gestiegenen Preise für Arbeits- und Massenspeicher. Der durch KI-Rechenzentren ausgelöste Bedarf an DRAM, NAND und besonders profitablem Hochleistungsspeicher hat das Angebot für klassische PCs und Unterhaltungselektronik verknappt.
Micron-Chef Sanjay Mehrotra erwartet, dass die Nachfrage das verfügbare Angebot auch 2027 übersteigen wird. Frühestens 2028 könnte sich die Lage allmählich entspannen. Wann die Produktion mit dem weiter wachsenden Bedarf tatsächlich wieder Schritt hält, könne derzeit jedoch niemand verlässlich sagen.
Valve verkauft die Steam Machine ohne die bei Konsolen übliche Subventionierung der Hardware. Sinkende Komponentenpreise könnten daher unmittelbar an die Käufer weitergegeben werden. Umgekehrt gilt allerdings dasselbe.