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Schweden steht nach Parlamentswahl vor schwieriger Regierungsbildung
Gebannt wartet Schweden auf das Endergebnis der Parlamentswahl. Derzeit liegt die Opposition knapp vor dem Regierungslager. Doch ganz gleich, wer gewinnt: Die Bildung einer handlungsfähigen Regierung dürfte schwierig werden.
Zumindest in einer Frage sind sich die Spitzenkandidaten der beiden politischen Lager in Schweden einig. Bevor sie mit irgendwem verhandeln, muss Klarheit über das Ergebnis dieser Reichstagswahl herrschen. "Ein Schritt nach dem anderen", sagt der amtierende Regierungschef Ulf Kristersson vor einem Treffen mit der Führung seiner Moderaten Partei am Tag nach der Wahl.
Er werde erst das amtliche Endergebnis abwarten und danach eine Reihe von Gesprächen führen, sagt Kristersson. "Ich werde es ruhig angehen lassen. Denn wir haben eine stabile amtierende Regierung. Und dann werde ich mich melden, sobald ich sehe, wie es weitergehen kann."
Soll heißen: Kristersson hofft weiter auf ein tragfähiges Bündnis seines bürgerlichen Lagers mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Sie landen nach vorläufigem Ergebnis mit gut 17 Prozent nur auf Platz drei hinter den Sozialdemokraten und Kristerssons Moderaten.
Schweden hat gewählt - aber noch lange keine Regierung. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten büßten Stimmen ein.
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Die rot-grüne Opposition sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei der früheren Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Denn ihre Sozialdemokraten kommen mit den kleineren Parteien des linken Lagers vorläufig auf 176 der 349 Sitze und damit auf eine hauchdünne Mehrheit.
Doch auch Andersson mahnte in der Wahlnacht zu Geduld: "Wir müssen das endgültige Wahlergebnis abwarten, bevor wir genau sagen können, wie Schweden regiert werden wird."
Das wird laut der Wahlbehörde frühestens am Mittwoch feststehen. An diesem Tag werden die letzten Auslandsstimmen ausgezählt. Und die könnten noch etwas ändern, denn laut dem Sender SVT trennen die beiden Parteienblöcke weniger als 29.000 Stimmen.
Der Generalsekretär der Sozialdemokraten, Tobias Baudin, verbreitet am Morgen im schwedischen Fernsehen Zuversicht: "Wir müssen am Mittwoch sehen, wie die Menschen abgestimmt haben." Auf dieser Grundlage werde man mit Andersson als Ministerpräsidentin eine Regierung bilden. "Das wird nicht einfach, aber das war es für uns noch nie. Wir haben das in der Vergangenheit schon oft geschafft."
Ob das Mitte-Links-Lager in Schweden eine Regierung bilden kann, ist offen - noch wird ausgezählt.
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