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Lenovo zur RAM-Krise: Hardware-Preise für Konsolen und PCs erreichen früheres Niveau "nie" wieder
Der globale KI-Boom treibt die Kosten für Speicherchips immer weiter in die Höhe. Ein Executive Director des Tech-Giganten rechnet auf Jahre hinaus mit immensen Preisen.
PC-Hersteller Lenovo ist der Ansicht, dass die Speicherpreise wahrscheinlich "nie" wieder auf das Niveau vor dem Beginn der RAM- und Speicher-Krise fallen werden, die vor etwa einem Jahr begann.
Dahingehend äußerte sich Executive Director Martin Hiegl in dieser Woche während einer Präsentation auf der ISC-Konferenz (via Computerbase).
Selbst eine Erhöhung der Produktionskapazitäten werde laut Hiegl nicht dazu führen, dass die DRAM- und NAND-Preise langfristig wieder auf ihr früheres Niveau sinken.
Dabei fiel dann auch das Wörtchen "nie", wobei die Formulierung dem Bericht zufolge leicht überspitzt war. Branchenkenner gehen stattdessen davon aus, dass die Prognose die kommenden fünf bis sieben Jahre betrifft.
Hiegl bläst damit ins selbe Horn wie andere Unternehmen in dieser Woche. Microsoft hatte eine deutliche Verteuerung der Xbox Series X angekündigt und durchblicken lassen, dass in Zukunft weitere Kostensteigerungen zu erwarten seien. Auch der Chef des Chipherstellers Micron geht davon aus, dass die Hardware-Preise nicht vor 2028 sinken werden.
Lenovo ist nicht nur für seine ThinkPad-Laptops bekannt, sondern gehört im Jahr 2026 zu den weltweit größten Herstellern von Server-Infrastruktur und Supercomputern. Als sogenannter OEM (Original Equipment Manufacturer) kauft Lenovo gigantische Mengen an Hardware direkt bei den Chip-Fabriken ein und hat so einen ungefilterten Blick auf die globale Preisentwicklung.
Ausschlaggebend für die hohe Nachfrage und Preiserhöhungen ist besonders der Bedarf durch KI-Rechenzentren rund um die Welt. Das wirkt sich entsprechend auch auf andere Geräte aus, die solche Komponenten benötigen. Es ist zudem ein Grund dafür, warum der Preis der neuen Steam Machine am Ende deutlich höher ausfällt, als sich Valve das vorgestellt hat.
Es deutet obendrein an, in welche Richtung sich die Preise für die kommenden Konsolen von Sony und Microsoft entwickeln könnten. Vielleicht wäre es ja an der Zeit für eine Next-Gen-Pause?