// COMPUTERBASE — SALUTE
ProSuite: Canva bündelt Affinity, Cavalry, Flourish und Leonardo im Abo
Canva bündelt seine Kreativwerkzeuge stärker in einer gemeinsamen Plattform. Mit der ProSuite verbindet das Unternehmen Affinity, Cavalry, Flourish und Leonardo und stellt über 100 neue Funktionen und Verbesserungen vor. Die Neuerungen sollen professionelle Designer, Fotografen, Motion-Designer und Data-Storyteller ansprechen.
Das Unternehmen bezeichnet die ProSuite als bislang größtes Update seiner professionellen Design-Tools. Sie soll den gesamten kreativen Prozess vom ersten Entwurf bis zur Veröffentlichung abdecken: Designs entstehen in Affinity (2024 von Canva übernommen), werden in Cavalry animiert, in Flourish mit Daten angereichert und können mit Leonardo in zahlreichen Varianten erzeugt werden. Anschließend lassen sich die Ergebnisse in Canva an Teams übergeben und dort skalieren. Durch die engere Verzahnung von ProSuite und Visual Suite sollen auch größere Teams von schnelleren Workflows, weniger Engpässen und geringerem IT-Aufwand profitieren.
Die Bezeichnung ProSuite kann verwirrend sein, da mit Canva Pro bereits ein ähnlich bezeichnetes Abo angeboten wird, das 12 Euro pro Monat für eine Person oder 110 Euro pro Jahr kostet. Darauf geht Canva in den FAQ der Ankündigung ein. Canva Pro ist für Einzelnutzer und kleinere Teams vorgesehen, die ProSuite hingegen für größere Geschäfts- und Enterprise-Kunden.
Dennoch ist die ProSuite nicht mit den zuvor angebotenen Abonnements Canva Business und Canva Enterprise gleichzusetzen. Denn während die ProSuite auch Leonardo.Ai umfasst, also das KI-gestützte Kreativtool zur Generierung und Bearbeitung von Bildern und visuellen Inhalten, hat Canva dieses Werkzeug nun aus Canva Business und Enterprise gestrichen und zum aufpreispflichtigen Add-on gemacht. Das soll einen fairen und (für Canva finanziell) tragfähigen Zugang zu KI-Funktionen für alle Nutzer gewährleisten. Für die ProSuite müssen Unternehmen das Verkaufsteam von Canva für ein individuelles Angebot kontaktieren.
Im Rahmen der neuen ProSuite kündigt Canva für Affinity mehr als 60 neue Funktionen, Updates und Verbesserungen an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem präzisere Werkzeuge für Kurven, Überblendungen, Masken und Posen. Das neue Blend Tool erlaubt es, fließende Übergänge mit „Bias“ und „Easing“ gezielt zu steuern und einzelne Zuordnungen bei der Umwandlung von Formen manuell anzupassen. Ergänzt werden unter anderem ein optimiertes Mask Tool und die Unterstützung für 3D-Modelle.
Auch wiederkehrende Arbeiten sollen sich stärker automatisieren lassen. Affinity erhält ein integriertes Scripting-Tool für Vektor-, Pixel- und Layout-Aufgaben. Über einen Claude-KI-Connector können zudem Aufgaben in natürlicher Sprache automatisiert werden, etwa für die Stapelbearbeitung oder Druckvorbereitung.
Für Fotografen bringt Affinity das laut eigener Beschreibung bislang umfangreichste Fotografie-Update. Dazu gehören ein schnellerer Stapelimport, eine verbesserte RAW-Entwicklungs-Engine, wiederverwendbare Looks sowie intelligente Korrekturen für Mischlicht und verwackelte Aufnahmen. Die KI-gestützte Szenendekomposition ist vollständig neu und kann fertige Bilder nachträglich wieder in einzelne editierbare Ebenen zerlegen. Hinzu kommt ein eigenes Studio speziell für die Astrofotografie.
Affinity unterstützt außerdem den Import von INDD-Dateien und damit ältere InDesign-Projekte. Verbesserungen am Canva Brand Kit, eine neue Data-Merge-Funktion mit Canva Sheets sowie der direkte Import von .af-Dateien in Cavalry sollen weitere Arbeitsschritte vereinfachen. Zusammen mit der Unterstützung für Capture One und DaVinci Resolve soll damit ein integrierter Kreativ-Workflow entstehen. Weitere Neuerungen umfassen unter anderem Shape Recognition, Diffusion Curves, Warp-Presets, einen EMA-Pinselstabilisator, Verbesserungen bei Text und Pinseln, Noise Reduction, SDR-zu-HDR, Generative Upscale, Wavelet Denoise, erweiterte HDR- und Bild-Merging-Funktionen, aktualisierte Objektivunterstützung einschließlich Sony ARW6, OCIO-Display-Emul