// SPIEGEL KULTUR — MODA & SOCIETÀ
Michael J. Fox: Schauspieler spricht bei den Emmys über sein Leben mit Parkinson
Michael J. Fox bei den Emmy Awards (am 14. September)
Wie ein Mensch mit einer Krankheit umgeht, ob er sie öffentlich macht oder sie versteckt, das ist eine ganz persönliche Wahl. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, aber für viele Betroffene ist es in die eine wie die andere Richtung eine schwere Entscheidung. Und nachzuvollziehen für Außenstehende ist sie nicht immer. Wie sollte sie auch?
Der Schauspieler Michael J. Fox, 65, (»Zurück in die Zukunft«), hat nun einen Einblick gegeben, wie es für ihn war und ist, seinem Publikum seine Parkinson-Erkrankung zu kommunizieren. Er nutzte dafür die große Bühne der Emmys, bei denen er am Montag mit dem Bob Hope Humanitarian Award geehrt wurde – die Jury würdigte damit den jahrelangen Einsatz, den Fox mit seiner Stiftung für Menschen in derselben Lage gezeigt hat.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Fox saß auf der Bühne in seinem Rollstuhl und erzählte mit fester Stimme von seinem Weg. Unter anderem von der Zeit, als es für ihn etwas Neues war, an Parkinson erkrankt zu sein. »Ich hatte Angst, dass sie meine Arbeit und meine Beziehungen zum Publikum beeinträchtigen würde«, sagte er mit Blick auf die Krankheit. »Würden sie lachen, wenn sie wüssten, dass ich krank bin?« Also habe er sich entschieden, sein Leiden zunächst geheim zu halten.
Als er dann seine Erkrankung doch öffentlich gemacht habe, sei das Gegenteil von dem passiert, was er befürchtet habe, erklärte Fox: »Die Unterstützung, die ich erfuhr, hat mich überwältigt.« Er habe dann verstanden, dass er in Wahrheit nichts verloren habe und auch nichts verlieren könne. »Das verdanke ich eurer Unterstützung.« Sein Schluss: »Parkinson zu akzeptieren bedeutete nicht, mich ihm zu ergeben.«
Diese Erkenntnis habe dann auch den Beginn seines Engagements für andere Parkinson-Betroffene markiert, erklärte Fox. Sie habe nämlich bedeutet, »alles in meiner Macht Stehende zu tun für alle, die mit dieser Krankheit leben«. Heute sei er stolz auf das, was er erreicht habe. »Wir kommen der Auslöschung dieser Krankheit näher.«