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Merz-Rückhalt in der Union bröckelt: Geteilte Stimmungslage
Die Union ist geteilt: Die einen betonen die schlechte Stimmung, die anderen meinen, ein Kanzlertausch löse keine Probleme. Kritik bleibt meist anonym, potenzielle Nachfolger halten sich bedeckt.
Der Wechsel kam während des Sommers. In einer Zeit, als die Abgeordneten der Union in ihren Wahlkreisen waren und den Unmut der Basis deutlicher erlebten. Diese Stimmung spiegeln auch die Zahlen wider: Vor anderthalb Jahren erreichte die Union bei der Bundestagswahl 28,6 Prozent und Friedrich Merz war für viele ein Hoffnungsträger.
Aktuell würden deutschlandweit nur noch 21 Prozent ihr Kreuz bei der Union machen, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt waren es nur 17,2 Prozent. Aber es kommt noch schlimmer: Der Kanzler und CDU-Parteivorsitzende erzielt in Umfragen noch deutlich schlechtere Werte als seine Partei. Fazit: Friedrich Merz zieht die Union runter.
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Für die Abgeordneten wird das teilweise existenziell: Würde die Union bei der nächsten Bundestagswahl nur noch die 17,2 Prozent erreichen, die es jetzt in Sachsen-Anhalt waren, dann würden etwa 50 bis 60 Abgeordnete ihr Mandat im Bundestag verlieren.
Das lässt die Stimmung in der Fraktion nicht besser werden und hat zur Folge, dass die Stimmen lauter werden, die einen Kanzlertausch fordern. Die Fliehkräfte werden stärker, sagen Insider.
Ein Nachfolge-Favorit in der CDU ist Hendrik Wüst. Doch weil der eine Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im April 2027 vor der Brust hat, wird zeitlich Druck gemacht. Wenn Kanzlertausch, dann so schnell wie möglich, ist die Devise bei denen, die finden, Merz solle Kanzlerposten und Parteivorsitzendenamt räumen.
Ein schneller Wechsel hätte den Vorteil, dass Wüst zumindest ein halbes Jahr vor den Landtagswahlen an einen möglichen Nachfolger - dabei wird immer mal der Name Nathanael Liminski genannt - übergeben könnte.
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Und CSU-Chef Markus Söder? Der sagte gestern im Bayerischen Rundfunk, auf die Frage, ob Friedrich Merz noch der richtige Bundeskanzler sei: "Ich bin überzeugt davon, ja."