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iPhone Duo ausprobiert: Das erste Apple-Foldable im Hands-on
Mit dem iPhone Duo startet Apple sein Foldable-Abenteuer. Wir konnten das Gerät bereits kurz ausprobieren und haben erste Eindrücke gesammelt.
Darauf haben die Apple-Fans gewartet: Das iPhone Duo ist endlich da. Beziehungsweise noch nicht ganz da, denn erst ab dem 23. Oktober startet das Foldable in den Verkauf. Wir konnten uns bereits einen kurzen Eindruck von dem verschaffen, was da auf die Welt der Foldables zukommt.
Nimmt man das iPhone Duo in die Hand, fällt zunächst das Gewicht auf. Über 250 Gramm wiegt das eher breit als hoch gebaute Telefon, das ist auch für ein Foldable alles andere als leicht. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Z Fold8 im ähnlichen Format bringt nur 201 Gramm auf die Waage. Mit seinem glänzenden Rahmen und der Rückseite aus mattem Ceramic Shield wirkt das Klapp-iPhone sehr hochwertig, die Verarbeitung ist Apple-typisch makellos. Entsperrt wird nicht über Gesichtserkennung mit Face ID, sondern mittels Fingerabdrucksensor an der Seite, der bei Apple Touch ID heißt.
Das 5,4-Zoll-Display vorne ist im exakt gleichen Seitenverhältnis ausgeführt wie der 7,6 Zoll große innere Bildschirm, nur eben halb so groß. Dadurch fühlt sich das Umschalten vom kleinen auf den großen Bildschirm sehr natürlich an. Beide Displays haben OLED-Panels mit bis zu 120 Hertz variabler Frequenz und strahlen sehr hell. Die matte Oberfläche des großen Displays schluckt nicht nur Reflexionen und hält Fingerabdrücke ab, sie kaschiert auch die Falte in der Mitte des Bildschirms geschickt. Nur eine kleine Stelle hat Apple nicht mattiert: die kleine runde Fläche über der Selfie-Kamera.
Die versteckt sich, wenn man sie nicht benutzt, unter der sichtbaren Schicht des Displays. Erst wenn die Kamera aktiv ist, blendet Apple die Pixel darüber aus. Das hatte Samsung bei seinen Foldables auch einmal so gemacht, mit mäßigem Erfolg: Weil die Kamera durch das OLED knipsen muss, waren die Fotos stets leicht milchig und qualitativ deutlich schlechter als bei einem Loch im Panel. Ob Apple das besser hinbekommt, muss der Test zeigen.
Einen hervorragenden Eindruck hinterlässt das Scharnier des iPhone Duo. Die hintere Abdeckung hat Apple aus einem großen Stück Titan gestaltet. Es wirkt stabil, hält das Foldable in allen möglichen Winkeln in Position und schnappt beim Schließen satt zu. Das Scharnier macht es möglich, das iPhone Duo etwa im Zeltmodus aufzustellen, um auf dem kleinen Display Bilder, Filme oder eine Uhr anzuzeigen, oder es wie ein winziges Notebook zu positionieren. Dann stellt die obere Hälfte des großen Displays Inhalte dar, während auf der unteren etwa die Tastatur oder Bedienelemente für Apps angezeigt werden.
Apropos Apps: Seine eigenen Anwendungen hat Apple, wenig verwunderlich, bereits gut auf das Foldable angepasst. Aber auch einige Anwendungen von Drittanbietern sind bereits fertig. Die Netflix-App beispielsweise nutzt die beiden Displays gut aus und schaltet mühelos zwischen beiden hin und her.
Weniger Möglichkeiten als bei Android-Foldables gibt es beim Arbeiten mit mehreren Apps gleichzeitig. Das iPhone Duo erlaubt nur zwei parallele Anwendungen, die sich den Bildschirm 50:50 teilen, keine flexible Anordnung und auch keine Apps in schwebenden Fenstern. Auch lassen sich Apps nicht im Doppelpack starten und auch nicht aus der Multitasking-Ansicht auf eine der beiden Displayhälften ablegen. Immerhin: Verwendet man gerade zwei Apps gleichzeitig und möchte beide zusammen im Speicher halten, tippt man mit dem Finger nur kurz auf die Trennlinie dazwischen. Dann sind beide verbunden und als ein Element im Multitasking zu finden.
Ende Oktober startet das Apple iPhone Duo in Deutschland, zu einem hohen Preis. Ab 2299 Euro verlangt Apple für sein erstes Klapp-Telefon. Spätestens dann muss es im ausführlichen Test zeigen, was es kann.
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