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Marvel’s Wolverine für die PS5 im Test: Besser als sein Ruf
von André Westphal
19. Sep. 2026 |
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"Marvel's Wolverine" ist diese Woche am 15. September 2026 erschienen. Im Vorfeld bekam das Game zwar solide Wertungen, wurde jedoch in vielen Tests gleichzeitig als Enttäuschung gebrandmarkt. Tatsächlich sind die aggregierten Wertungsspiegel auf Plattformen wie MetaCritic so niedrig, wie bei kaum einem anderen PS5-Exklusivtitel. Ich habe mir einmal an der PlayStation 5 Pro einen eigenen Eindruck für euch verschafft.
Kein Spoiler, die Überschrift verrät es ja schon: Mir hat "Marvel's Wolverine" offenbar besser gefallen, als vielen anderen Testern. Doch der Reihe nach: Im neuen Titel von Insomniac Games ("Spider-Man 2") schlüpft ihr in die Rolle des titelgebenden Logan alias Wolverine. Allerdings verkörpert ihr den Charakter zu einer Zeit, als Mutanten noch etwas weitgehend Unbekanntes auf der Welt sind und die X-Men bestenfalls ein kleiner Traum eines glatzköpfigen Professors bleiben.
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Stattdessen ist Wolverine mit Mystique, Sabretooth und Nathaniel Essex als Team X unterwegs, um die Zukunft der Mutanten zu sichern. Dabei trifft er sowohl auf neue Verbündete wie Jean Grey als auch auf Antagonisten wie den Mutantenhasser Bolivar Trask. Doch auch sein Mentor Essex könnte mehr im Schilde führen, als seine scheinbar altruistischen Motive offenbaren. Steht Logan also wirklich auf der richtigen Seite und gibt es hier überhaupt ein klares "Gut gegen Böse"?
Technisch ist "Marvel's Wolverine" größtenteils ein Augenschmaus. Ich habe das Spiel an der PlayStation 5 Pro gezockt. Die Konsole bietet sowohl einen 60-fps-Modus als auch einen Fidelity-Modus mit erweitertem Ray-Tracing und höherer Auflösung. Fürs Upscaling nutzt man die neueste Version von PSSR. Das Ergebnis ist ein Bild, das nur selten kleinere Grafikfehler aufweist. So habe ich in Innenräumen um Ecken manchmal komisch flackernde Schatten erspäht. Umgebungen und Charaktere wirken aber generell sehr detailreich und stark.
Ab und an wirken Kleidungsstücke etwas kantig oder einzelne Texturen etwas detailarm, das bleibt aber im Großen und Ganzen die Ausnahme. Besonders die Gesichter von Logan, Jean Grey, Mystique und Co. sind sehr ausdrucksstark. Liam McIntyre etwa, der hier Wolverine in der englischsprachigen Version vertont, ist auch 1a mit seiner Mimik im Charakter zu erkennen. Witzig, dass nach Hugh Jackman nun schon wieder ein Australier in die Rolle des kanadischen Superhelden geschlüpft ist.
Egal ob ihr mit 30 oder 60 fps zockt: "Marvel's Wolverine" läuft flüssig und zeigt teils beeindruckende Szenarien. In einer Szene ergibt sich etwa eine Demontage eines ganzen Kraftwerks von Trask Industries, die in ihrer Rasanz auch aus einem "Uncharted"-Spiel stammen könnte. Generell scheint sich Insomniac Games beim Aufbau der Geschichte und vielen Gameplay-Sequenzen eher bei den Titeln von Naughty Dog Inspiration geholt zu haben, als bei seinen eigenen Open-World-Superhelden-Spielen.
So verfügt "Marvel's Wolverine" nicht über eine offene Welt. Vielmehr bewegt ihr euch durch lineare und meist sehr eng begrenzte Gebiete. Vielseitigkeit solltet ihr dabei vom Gameplay nicht erwarten. Meistens kämpft ihr euch durch Gegnerhorden, ab und zu schleicht ihr kurz um 2-3 Gegner, um sie vor dem großen Getöse um die Ecke zu bringen, oder bewältigt sehr anspruchslose Plattforming-Einlagen. Letztere sind deswegen kein großes Ding, da ihr zwar generell springen könnt, aber nur festgelegte und deutlich markierte Stellen in der Spielwelt euch größere Jumps oder gar Klettertouren erlauben. Da gilt meistens: Run-Button gedrückt halten und an den weiß markierten Punkten springen - fast wie von selbst erledigt.
Die Kämpfe wiederum sind zwar nicht ultra-komp