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Berufsleben: Job weg, Abfindung - und dann?
Ob Volkswagen, Bayer oder Lufthansa - besonders das mittlere Management steht auf dem Arbeitsmarkt unter Druck. Wie kann es man sich nach einem Aufhebungsvertrag beruflich neu orientieren?
Nach Jahrzehnten im gleichen Unternehmen plötzlich vor dem beruflichen Aus stehen: Für viele Beschäftigte ist das ein Schock. Gleichzeitig nutzen immer mehr Unternehmen Abfindungen und Aufhebungsverträge, um Stellen sozialverträglich abzubauen.
Ein Brief vom Arbeitgeber, eine Einladung zu einem Gespräch - und plötzlich steht die eigene berufliche Zukunft auf dem Prüfstand. Christoph Bröcker erlebte genau das nach 21 Jahren beim Schweizer Technologieunternehmen Zühlke. Er war dort als Manager tätig und weltweit unterwegs.
Dann habe das Unternehmen mit ihm über einen möglichen freiwilligen Abschied gesprochen, erzählt Bröcker. Die Situation habe ihn getroffen, schließlich habe er sich dem Unternehmen über viele Jahre verbunden gefühlt.
Seine berufliche Tätigkeit sei für ihn mehr als nur ein Arbeitsplatz mit gutem Gehalt gewesen. Nach 21 Jahren habe sich eine enge Verbindung zu den Menschen und zum Unternehmen entwickelt. Er habe dem Unternehmen viel zu verdanken. Umso schwerer sei es gewesen, plötzlich über einen Abschied nachzudenken.
Viele Beschäftigte haben Angst, dass ihre Jobs bald automatisiert werden könnten.
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Bröckers Geschichte steht beispielhaft für einen Wandel, der derzeit viele Unternehmen und Beschäftigte betrifft. Große Konzerne bauen Stellen ab, gleichzeitig verändern Digitalisierung und Automatisierung die Arbeitswelt. Besonders das mittlere Management gerät dabei zunehmend unter Druck.
Arbeitsmarktexpertin Sophia von Rundstedt erklärt, Unternehmen könnten heute durch Digitalisierung und Automatisierung viele Prozesse anders organisieren. Dadurch würden klassische Führungskompetenzen teilweise nicht mehr in derselben Form benötigt. Gleichzeitig würden Hierarchien flacher und Führungsebenen ausgedünnt oder ganz abgeschafft.
Die Folge: Für manche Manager fällt die bisherige Position weg - und damit nicht selten ein wesentlicher Teil der beruflichen Identität.
Die Anforderungen sind rasant im Wandel, besonders wegen KI - doch der Jobmarkt kommt nicht hinterher.
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