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Nintendo: Warum Mario und Zelda nicht ständig neue Fortsetzungen bekommen
Bereits 2006 erklärte der verstorbene Präsident Satoru Iwata, warum endlose Sequels schädlich sind. Diesem Erfolgsrezept bleibt die Firma bis heute treu.
Zwischen zwei Hauptspielen seiner großen Franchises lässt sich Nintendo gerne mal etwas mehr Zeit. Denkt nur daran, dass etwa Super Mario Odyssey bereits 2017 erschien und wir seitdem kein neues 3D-Mario-Spiel gesehen haben.
Natürlich gibt es andere Arten von Ablegern, etwa bei der Zelda-Reihe, aber im Großen und Ganzen ist es ein Ansatz, den der verstorbene Firmenpräsident Satoru Iwata bereits 2006 betonte.
"Wenn wir nur noch Fortsetzungen produzieren und nichts Neues oder Anderes wagten, würden die Leute uns als extrem konservatives Unternehmen wahrnehmen", sagte er damals in einem Interview mit MTV News. "Als eine Firma, die nicht bereit ist, neue Initiativen zu ergreifen und sich in neue Abenteuer zu stürzen. So bin ich nicht gestrickt – und so soll auch Nintendo nicht sein."
Satoru Iwata war von 2002 bis zu seinem Tod 2015 der vierte Präsident von Nintendo. Als ehemaliger Programmierer bei HAL Laboratory galt er als Visionär, der die strategische Neuausrichtung der Firma mit der Entwicklung des Nintendo DS und der Wii maßgeblich prägte.
Nintendo feierte zwar Triumph-Momente mit Spielen wie Super Mario 64 oder Ocarina of Time, doch die Konkurrenzkonsolen von Sony in der N64- und GameCube-Ära waren den Nintendo-Plattformen kommerziell deutlich überlegen. Erst mit der Wii gelang Nintendo wieder ein echter Mainstream-Erfolg.
Iwata sprach damals kurz nach Ankündigung der Konsole über das Thema und betonte zugleich, dass man seine Hardcore-Fans nicht ignorieren werde.
"Selbstverständlich bedienen wir auch weiterhin all jene, die sich klassische Zelda- und Mario-Erlebnisse wünschen", sagte er. "Gleichzeitig bieten wir neue Erfahrungen für Menschen, die bisher noch nie gespielt haben – selbst wenn sie täglich nur für ein paar Minuten zum Controller greifen. Ihr könnt also sowohl den klassischen Spielstil erwarten, den wir früher geboten haben, als auch völlig neuartige Gameplay-Konzepte."
Es ist ein Kurs, dem das Unternehmen bis heute treu bleibt. Nintendo hat seine starken Kernmarken, darüber hinaus experimentiert man immer wieder mit ausgefallenen Ideen und versucht den Mainstream gleichermaßen anzusprechen – mit der Switch und Switch 2 ist dem Konzern das gelungen.
"Wir haben eine riesige Fanbasis, die Fortsetzungen dieser Spiele erwartet", sagte Iwata. "Es liegt in unserer Verantwortung, die Erwartungen dieser Fans zu erfüllen. Doch bei jeder einzelnen Fortsetzung konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, frische Innovationen in die jeweilige Reihe zu bringen."