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PS6: Sony schließt herbe Verluste beim Hardware-Verkauf aus und warnt vor steigenden Preisen
Die nächste PlayStation könnte richtig teuer werden. Der Hersteller betont, dass man die massiven Produktionskosten nicht komplett selbst abfedern kann.
Während alleine die Produktion der PlayStation 6 derzeit Berichten zufolge bis zu 1.000 Dollar kosten soll, hat sich Sony offiziell zum Thema der steigenden Kosten für Komponenten geäußert.
Dabei teilte das Unternehmen mit, dass man Hardware grundsätzlich nicht mit Verlust verkaufen möchte – nichtsdestotrotz behalte man den Markt aber genau im Auge.
Bei einer Fragerunde im Rahmen eines aktuellen Treffens der Sparte "Game & Network Services" bat ein Teilnehmer die Sony-Chefs um ein Update zu ihrer aktuellen Strategie bezüglich Hardware-Preisen und Rentabilität. Dabei ging es gezielt um die nächste Konsolengeneration und ob man "berechtigterweise davon ausgehen kann, dass eure Preisgestaltung auch weiterhin die Profitabilität der Hardware in den Vordergrund stellt, so wie es heute der Fall ist".
Dem offiziellen Protokoll zufolge bezeichnet Sony die eigene Hardware als eines der wichtigsten Elemente des Spielerlebnisses (via VGC). Hierbei will das Unternehmen, dass die Community den gebotenen Gegenwert auch erkennt.
"Zunächst einmal betrachten wir Hardware als das Fundament für das gesamte Spielerlebnis", teilt Sony mit. "Mit Produkten wie dem PlayStation Portal Remote-Player möchten wir Erlebnisse bieten, die perfekt auf eure Spielgewohnheiten zugeschnitten sind – und zwar weit über das Wohnzimmer hinaus, das traditionell als Hauptspielort gilt."
"Was die Preise angeht, ist es für uns schlicht unmöglich, alle Kostensteigerungen bei den Komponenten selbst abzufedern. Deshalb haben wir außerhalb von Japan bereits einige Preiserhöhungen umgesetzt. Aktuell laufen die Verkäufe jedoch absolut nach Plan, und wir sehen bisher keinen Einbruch bei der Nachfrage."
"Aus Prinzip wollen wir Hardware nicht mit großen Verlusten auf den Markt werfen. Gleichzeitig beobachten wir den Markt ganz genau und wägen unser Vorgehen kontinuierlich ab. Für uns ist es entscheidend, alles dafür zu tun, dass Kunden den Wert verstehen, den wir ihnen im Verhältnis zum Preis bieten."
Lange Zeit war es in der Branche Standard, Konsolen mit Verlust zu verkaufen (Loss-Leader-Strategie). Während Sony bei der PS3 anfangs noch massive Verluste pro verkauftem Gerät hinnahm, arbeiteten die PS4 und PS5 deutlich schneller profitabel. Diesen Kurs will man nun strikt beibehalten.
Die weiter steigenden Preise für Speicher und RAM führen zu einem höheren Preis für die Steam Machine und sorgten zuletzt für eine Kostensteigerung der Xbox Series X.