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„Unverantwortlich“: Jensen Huang wirft KI-Warnern Panikmache vor
Nvidia-CEO Jensen Huang will von den Sorgen und Ängsten rund um KI nichts wissen: Es gebe eine Chance von null Prozent, dass KI die Menschheit bedrohe. Angst deswegen sei unnötig und die Warnungen seien wissenschaftlich nicht belegt. US-Präsident Donald Trump sieht unterdessen eine Verschwörung gegen KI im Gange.
In einem Interview mit der US-amerikanischen Frühstückssendung CBS Sunday Morning versicherte Nvidia-CEO Jensen Huang, es gebe eine Null-Prozent-Chance, dass KI das Ende der Welt bedeuten würde. Menschen deswegen Angst zu machen, sei „unnötig“ und „unverantwortlich“. Die Weltuntergangsprognosen seien nicht wissenschaftlich belegt. Es handele sich um Weltuntergangserzählungen.
US-Präsident Donald Trump nennt die Sorgen und Ängste von Forschenden und KI‑Firmen unterdessen eine „Verschwörung“ gegen KI und Rechenzentren. Erst letzte Woche hat Trump den Nvidia-CEO deswegen bei einer öffentlichen Veranstaltung angerufen und sprach davon, dass die USA das KI-Wettrennen mit China gewinnen müssten. KI sei das „Öl“ der nächsten Dekaden. Huang stimmte Trump am Ende des Monologs zu.
In den Wochen zuvor wurde bekannt, dass KI-Modelle in Testumgebungen zunehmend Sicherheitsbarrieren umgehen und damit eine Sicherheitsbedrohung darstellen könnten. Vergangene Woche gab es Lippenbekenntnisse von den CEOs von xAI (Musk), OpenAI (Altman) und Anthropic (Amodei), die Entwicklungsgeschwindigkeit von KI-Modellen freiwillig zu begrenzen und die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Besonders schlagkräftige Modelle im Bereich der Cybersicherheit, wie Mythos 5.1, gibt es bei Anthropic etwa nur für einen kleinen Personenkreis.
Die Sorge um künstliche Intelligenz ist seit Jahren allgegenwärtig, denn die Technologie verspricht, die Arbeitsweise in vielen Branchen umzukrempeln und damit zu noch unberechenbarer Veränderung in der Arbeitswelt zu führen. In den jüngsten Wochen fokussieren sich die Sorgen jedoch zunehmend auf die allgemeinere Sorge vor der Unkontrollierbarkeit und einer möglichen existenziellen Bedrohung.
Auslöser war ein Ex-Forscher von Anthropic, dem Unternehmen hinter Claude, der in den sozialen Medien davor gewarnt hat, dass KI bis Ende des Jahrzehnts zu einer existenziellen Bedrohung werden könnte. Anthropic-CEO Amodei warnte danach, dass KI‑Schwärme schon bis nächstes Jahr eine Bedrohung für das Internet sein könnten.
Es dürfte nicht überraschen, dass gerade der CEO der wertvollsten Firma auf dem Planeten den Ausbau von künstlicher Intelligenz ungebremst weiterlaufen lassen will. Der Bedarf an Hardware für künstliche Intelligenz hat den Gaming-Riesen zum Chip-Giganten aufsteigen lassen. Hinter ChatGPT oder Grok stehen Hunderttausende Nvidia-KI-Beschleuniger, die die Modelle trainieren und auch ausführen. Zwar versuchen sich KI-Firmen an eigenen Chips, doch Nvidia bleibt der global größte Vertreiber des Rohstoffs, der die KI-Welle antreibt: Compute-Leistung.
Die Nvidia-Aktie hat innerhalb der letzten drei Jahre von 41 US-Dollar auf über 220 US-Dollar zugelegt und damit um 437 Prozent an Wert gewonnen. Der US-Technologie-Index Nasdaq ist im gleichen Zeitraum nur um 101 Prozent gestiegen.