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30-Meter-Teleskop wird nicht auf La Palma gebaut
Die Betreibergesellschaft des 30-Meter-Teleskops hat ein Angebot über eine Milliarde Euro für den Bau abgelehnt. Damit kommt es nicht nach La Palma.
Künstlerische Darstellung des Thirty Meter Telescope: kein Konsens erzielt
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Kein Dreißig-Meter-Teleskop (Thirty Meter Telescope, TMT) auf La Palma: Die Betreibergesellschaft TMT International Observatory (TIO) hat ein Angebot zur Finanzierung des Projekts durch den spanischen Staat und zwei Banken abgelehnt.
Der Chef der TIO habe IAC und das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Hochschulen (MICIU) darüber informiert, dass die TIO das Angebot für die Finanzierung nicht annehme, teilte das IAC mit. Der Direktor begründete die Ablehnung damit, dass die Partner den für die Annahme erforderlichen Konsens nicht hätten erzielen können.
Bis zu einer Milliarde Euro haben das Centro para el Desarrollo Tecnológico Industrial (CDTI), eine Behörde des spanischen Wissenschaftsministeriums, die staatliche spanische Bank Instituto de Credito Oficial (ICO) und die Europäische Investitionsbank (EIB) für das Projekt zugesagt. Das CDTI sollte 400 Millionen Euro beisteuern, die übrigen 600 Millionen Euro sollte von den beiden Banken kommen.
Das TMT soll auf dem Roque de los Muchachos auf der Insel La Palma, in rund 2400 Metern Höhe, gebaut werden. Es wäre dann Teil des Observatorio del Roque de los Muchachos geworden, das zusammen mit dem Observatorio del Teide (Teide-Observatorium) auf der Nachbarinsel Teneriffa die Europäische Nordsternwarte (European Northern Observatory, ENO) bildet.
Zehn Jahre lang hat das IAC nach eigenen Angaben mit der TIO zusammengearbeitet, um den Bau des TMT auf La Palma zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr sagte demnach die spanische Regierung die 400 Millionen Euro für den Bau zu. Um den verbleibenden Finanzbedarf zu decken, verhandelte das IAC mit den Banken.
Der Standort auf den Kanarischen Inseln ist die Alternative zum ursprünglich geplanten Standort auf dem Mauna Kea auf Hawaii. Dieser ist jedoch ein heiliger Berg der polynesischen Ureinwohner, die gegen den Bau protestierten. Zudem behinderte ein langjähriger Rechtsstreit das Projekt. Derzeit ruhen die Arbeiten auf Hawaii. Neben La Palma gibt es weitere mögliche Standorte in Chile, Indien oder Mexiko.
Die Initiative für den Bau des Teleskops kam von der US-Universitäten University of California, Santa Cruz (UCSC) und California Institute of Technology (Caltech), die beide auch der TIO angehören. Daneben sind unter anderem Wissenschaftsorganisationen aus Japan, Indien und Kanada vertreten.