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Shelly KI-Assistenten: Das Smart Home macht jetzt Vorschläge
Shelly erweitert seine Smart-Control-App um zwei KI-Assistenten. SoFi und MitRa sollen Smart-Home-Geräte nicht nur per Chat steuerbar machen, sondern auch Automationen, Energieauswertungen und Hilfestellungen stärker miteinander verbinden und sogar vorschlagen.
Die Grundidee ist schnell erklärt: Statt Automationen manuell zusammenzuklicken oder Gerätestatus einzeln zu prüfen, sollen Nutzer künftig in natürlicher Sprache mit ihrem Smart Home interagieren können.
SoFi ist dabei vor allem für die direkte Bedienung vorgesehen. Der Assistent soll Geräte per Textbefehl steuern, den aktuellen Status anzeigen, Systeme verwalten und einfache Automatisierungen auf Basis der Eingaben erstellen. Wer also wissen möchte, ob bestimmte Verbraucher noch aktiv sind oder eine einfache Szene anlegen will, soll dies über den Chat erledigen können.
MitRa ist stärker auf komplexere Automationen und Auswertungen ausgelegt. Der zweite Assistent soll Smart-Home-Szenarien erzeugen und verwalten, den Stromverbrauch sowie die Systemleistung überwachen und auch weniger eindeutige Spracheingaben interpretieren können. Laut Shelly unterstützt MitRa zudem 20 Sprachen.
Interessant ist an der Ankündigung weniger der reine KI-Chat als vielmehr die Richtung, in die Shelly die eigene App weiterentwickeln will. Aus einer Steuerzentrale für Relais, Sensoren, Steckdosen und Co. soll schrittweise ein beratendes System werden. Die Assistenten sollen auf Basis von Gerätenutzung, Nutzerverhalten und Umgebungsdaten Vorschläge machen, etwa für Automatisierungen, Energiesparmaßnahmen, Gerätekonfigurationen oder Fehlerbehebungen.
Damit verschiebt sich der Schwerpunkt im Smart Home ein Stück weit: Nicht mehr nur der Nutzer baut eine Regel, sondern das System schlägt mögliche Regeln vor. Gerade bei größeren Installationen kann das hilfreich sein, weil Automationen schnell unübersichtlich werden.
Die KI-Assistenten sollen grundsätzlich allen Nutzern der Shelly Smart-Control-App zur Verfügung stehen. Für zahlende Premiumkunden nennt Shelly jedoch zusätzliche Funktionen. Dazu gehören unter anderem:
Shelly betont außerdem einen vorsichtigen Umgang mit den KI-Funktionen. Empfehlungen der Assistenten sollen vom Nutzer geprüft und aktiv bestätigt werden (Opt-in-Prinzip). Persönliche Daten sollen nach Unternehmensangaben nicht gespeichert oder verwertet werden. Die Verarbeitung soll mit anonymisierten Informationen erfolgen und DSGVO-konform gestaltet sein. Zudem arbeitet Shelly bereits an einem dritten KI-Assistenten, zu dem später weitere Informationen folgen sollen.