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Sonos Beam Ultra ausprobiert: Kompakte Soundbar mit Dolby Atmos im Test
von Carsten Knobloch
22. Sep. 2026 |
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Kurzer Blick zurück: Anfang des Monats hatte Sonos die neue Beam Ultra offiziell aus dem Sack gelassen. Am 29. September geht das Teil für 699 Euro an den Start - natürlich eine echte Stange Geld für die kompakte Reihe, zumal man bei Straßenpreisen der großen Arc Ultra da schon zweimal hinschauen muss. Die reinen Specs hatten wir ja schon im Blog, mittlerweile steht das Seriengerät aber bei mir im Wohnzimmer und ich konnte mir in den letzten Tagen in aller Ruhe ein genaues Bild machen.
Beim ersten Anfassen bleibt die Beam Ultra im Grunde das, was man kennt: ein 75 Zentimeter langer Riegel mit knapp 2,9 Kilo, der unauffällig vor den meisten Fernsehern verschwindet. Der Unterschied zur bisherigen Beam springt aber sofort ins Auge, oder besser gesagt auf die Oberseite.
Da sitzt jetzt ein fein perforiertes Gitter, unter dem zwei echte Up-Firing-Treiber werkeln. Statt psychoakustischer Rechnerei gibt es also nun physisches 7.1.2-Dolby-Atmos über insgesamt neun Treiber.
Und dieser Wechsel auf echte Höhenkanäle macht sich im Alltag direkt bemerkbar. Egal ob bei Testtracks mit Audio oder Actionszenen aus Filmen: Die Deckenabbildung hat mich echt überrascht, das hätte ich der Kiste in der Form nicht so ganz zugetraut. Klänge kleben nicht mehr am Fernseher, sondern hängen spürbar im oberen Raumdrittel.
Dazu kommt, dass die seitlich abstrahlenden Treiber die Bühne breit machen. Man bekommt hier eine fette "Klangwolke" geboten, die akustisch deutlich größer wirkt als die Hardware selbst. Klar, Arc-Ultra-Nutzer schmunzeln vielleicht, aber das ist schon eine gute Nummer, die Sonos da abliefert. Merken aber eben nur die Leute, die ein solches System (also generell Atmos-Gedöns) noch nicht im Einsatz hatten.
Ein Volltreffer ist der überarbeitete Center-Treiber. Wer bei Filmen ständig mit der Fernbedienung nachregelt, weil Explosionen das Trommelfell zersägen und Dialoge im Gemurmel untergehen, dürfte aufatmen. Die vierstufige KI-Sprachverbesserung isoliert Stimmen sauber, ohne dass sie hohl oder blechern wirken.
Selbst im dichten Lärm von Szenen blieben die Dialoge wie angenagelt vorne in der Mitte stehen. Untenrum liefert die Beam Ultra für ihre Maße einen trockenen, sauberen Punch ab. Wer allerdings den echten Tiefbass-Schlag in die Magengrube sucht, wird auch hier auf Dauer nicht an einem Sub Mini oder dem großen Sub vorbeikommen (Physik lässt sich nun mal nicht austricksen).
Richtig bequem gelöst ist das neue, unkomplizierte Surround-Pairing. Ich habe das im Setup mit zwei Play-Lautsprechern hinter der Couch ausprobiert: Die Beam Ultra erkennt die mobilen Speaker via Ultraschall/Direktverbindung und bindet sie ohne ewiges Gefummel in den Menüs der Sonos-27-Plattform als temporäre Rears ein. Nach dem Filmabend wandern die Speaker einfach wieder auf die Terrasse, bzw. in den Wintergarten. Bluetooth ist neben WLAN und eARC natürlich ebenfalls direkt an Bord. Klar, klappt natürlich alles auch ohne Rears, macht aber nicht wirklich Spaß, wenn man das gewohnt ist.
Wo Licht ist, gibt es bei Sonos aber wie gewohnt auch Schattenseiten. Das fängt bei der Aufstellung an: Die Up-Firing-Treiber verlangen logischerweise nach freier Sicht zur Decke. Wer die Soundbar in ein geschlossenes Fach im Lowboard pfercht, killt den Atmos-Effekt komplett. Dazu kommt der Sonos-Klassiker: Es gibt genau einen HDMI-eARC-Port, direktes Passthrough für externe Zuspieler wie Konsolen oder Apple TV fehlt weiterhin und muss über den TV erfolgen. Wer knapp an HDMI-Anschlüssen am Fernseher ist, guckt in die Röhre. Wer muss oder mag, muss optisch über einen Dongle nachrüsten. Und ganz wichtig für Smart-Home-Menschen: Es wird zur Stunde kein Amazon Alexa auf dieser Soundbar unterstützt! Sonos und Amazon sind aber "dran".