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F-Droid 2.0: Großes Redesign für den Open-Source-App-Store rollt aus
von Carsten Knobloch
24. Sep. 2026 |
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Nach mehr als einem Jahr Arbeit und 14 Testversionen haben die Entwickler hinter dem freien Android-App-Store F-Droid die Version 2.0 veröffentlicht. Es ist das größte Update der offiziellen App seit zehn Jahren, und das Ganze rollt in den kommenden Wochen stufenweise an die Nutzerschaft aus.
Unter der Haube hat sich dabei einiges getan: Die Entwickler haben die App mit Standards wie Kotlin und Jetpack Compose neu aufgesetzt. Das Interface dockt nun dichter an das aktuelle Material Design von Android an. Die Hauptnavigation wurde entschlackt und setzt nur noch auf drei zentrale Reiter: Entdecken, Suche und Meine Apps. Die Einstellungen sowie der lokale Dateitausch Nearby Swap sitzen nun oben in der Leiste und nehmen unten keinen Platz mehr weg.
Auch das Finden passender Open-Source-Programme soll leichter sein, so die Ankündigung. Auf der Startseite stehen neben Neuzugängen und frischen Aktualisierungen nun auch die am häufigsten heruntergeladenen Apps im Fokus.
Das Kategoriesystem wurde deutlich verfeinert, bietet übergeordnete Meta-Kategorien und gliedert beispielsweise den Bereich Spiele in 17 verschiedene Genres auf. Die Suchfunktion durchforstet jetzt nicht mehr nur die reinen App-Namen, sondern bezieht Beschreibungen, Kategorien und übersetzte Texte mit ein. Zudem merkt sich die Suche vorherige Anfragen und unterstützt asiatische Schriften besser. Wer gezielt stöbern möchte, kann Ergebnisse nach Gerätekompatibilität, Kategorien oder Anti-Features filtern.
Beim Installieren und Aktualisieren profitiert F-Droid laut der Macher von Schnittstellenanpassungen in Android, die unter anderem durch den Digital Markets Act der EU vorangetrieben wurden. Die App nutzt jetzt einen einheitlichen Session-Installer inklusive Pre-Approval-API. Bedeutet: Ihr bestätigt die Installation direkt beim Antippen und müsst nicht mehr warten, bis das Paket vollständig heruntergeladen ist. Hintergrund-Updates laufen damit auf modernen Android-Versionen reibungslos, die alte F-Droid Privileged Extension wird im Gegenzug nicht mehr unterstützt.
Ein paar alte Gewohnheiten ändern sich ebenfalls: F-Droid prüft und installiert Aktualisierungen nun standardmäßig automatisch im Hintergrund. Die klassische Wischgeste nach unten zum manuellen Aktualisieren der Repositories ist damit Geschichte. Wer trotzdem manuell nach Updates suchen möchte, findet die Option im Drei-Punkte-Menü unter Meine Apps. Ganz unnütz ist das Muskelgedächtnis dann vielleicht doch nicht.
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