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Deutsche Olympia-Bewerbung: Wer macht das Rennen?
Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet heute über die deutsche Olympia-Bewerbung. Was Sie zur Abstimmung und der Konkurrenz wissen müssen - und wie es danach weitergeht.
Nach zuletzt mehreren gescheiterten Anläufen will sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Der Kandidat dafür soll an diesem Samstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kurhaus Baden-Baden ausgewählt werden.
Im Anschluss wird das Ergebnis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert offiziell verkündet.
Zur Wahl stehen inzwischen nur noch München und die Metropolregion Rhein-Ruhr mit Köln im Zentrum. Berlin hat seine Bewerbung kurz vor der Abstimmung zurückgezogen. Nach ihrem Wahlsieg hatte sich die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp gegen eine Kandidatur ausgesprochen. Sie kritisierte dabei die hohen Kosten der Bewerbung und stellte den Nutzen für Berlin in Zweifel. "Ich sehe keinen Vorteil", sagte sie.
Eine am Dienstag veröffentlichte Evaluierung des DOSB rechnete der Hauptstadt ohnehin die geringsten Chancen unter den Bewerbern zu. Davor war bereits Hamburg aus dem Rennen gegangen, nachdem die Bevölkerung im Mai gegen die Bewerbung votiert hatte.
Eine DOSB-Kommission hat die Olympia-Bewerbungen von KölnRheinRuhr, München und Berlin geprüft. NRW und München sind Kopf an Kopf.
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Die Evaluierungskommission des DOSB sieht München minimal im Vorteil. Entscheidend ist aber die Abstimmung der Mitglieder. Dafür vergeben die olympischen Spitzenverbände, das DOSB-Präsidium und einige persönliche Mitglieder - darunter etwa Fußballnationalspieler Leon Goretzka - insgesamt 144 Stimmen.
Die Bekanntgabe vom Ergebnis können Sie übrigens live in der ARD verfolgen. Sie wird ab 13.45 Uhr im Ersten und bei der ARD-Sportschau im Livestream übertragen.
Die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) befürwortet eine deutsche Bewerbung. "Wir investieren mit ihr in die Zukunft unseres Landes", sagte Merz vorab. Auch die aktuellen Landesregierungen in Bayern und Nordrhein-Westfalen haben ihre Unterstützung zugesagt.
Ein besonderes Anliegen ist die Kandidatur auch dem neuen Sportstaatsminister Ronald Rauhe, selbst Kanu-Olympiasieger von Tokio 2021. Bei seinem Amtsantritt Anfang des Monats forderte er eine Bewerbung, hinter der Sport, Politik und "vor allem die Menschen in unserem Land stehen". Rauhe warb dabei für eine "Generation Olympia" - "mit Kindern, die Vorbilder haben."