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Intel Arc Pro B70 im Test: So schnell wäre die Arc B770 bei Gaming mindestens gewesen
ComputerBase hat die Arc Pro B70 mit 32 GB VRAM im Test. Auch wenn es sich primär um eine Profi-Grafikkarte handelt, konzentriert sich die Redaktion auf Gaming-Benchmarks. Der Test zeigt damit, wie schnell eine Arc B770 im Vergleich zu GeForce RTX 5060 Ti und Radeon RX 9060 XT mindestens gewesen wäre.
Auf die Ende 2024 veröffentlichte Intel Arc B580 (Test) mit Battlemage-Architektur hätte im Jahr 2025 eigentlich die Arc B770 mit der größeren BMG-G31-GPU folgen sollen. Doch die Arc B770 erschien nicht – und wird es mit großer Sicherheit auch nicht mehr.
Die BMG-G31-GPU fuhr ohne die Gaming-Grafikkarte jedoch nicht aufs Abstellgleis, stattdessen nutzt sie Intel auf den „AI-Beschleunigern“ Arc Pro B70 (Vollausbau) und Arc Pro B65 (beschnitten).
Die Arc Pro B70 trägt dabei den Vollausbau, so wie ihn wohl eine Arc B770 getragen hätte; allerdings in Kombination mit nicht ans Limit getriebenen Taktraten und 32 statt vermutlich 16 GB VRAM beim Gaming-Modell. Einsatzzweck und 32 GB Speicher sorgen für einen hohen Kaufpreis der Arc Pro B70 von mindestens 1.200 Euro. Das ist bedeutend mehr als eine Arc B770 gekostet hätte beziehungsweise kosten hätte dürfen. Spiele kann das Profi-Produkt aber dennoch ganz normal darstellen.
Und da kommt es genau richtig, dass das Community-Mitglied msv der Redaktion eine Arc Pro B70 für einen Test zur Verfügung gestellt hat – und passend dazu auch Intel wenige Tage später noch ein Muster anbot.
Im nachfolgenden Test wird es auch einige wenige AI-Benchmarks geben, der Fokus ist aber klar: Die Antwort auf die Frage, wie gut „Big Battlemage“ einer Gaming-Grafikkarte gestanden hätte. Konsequenterweise sind die Spiele-Benchmarks mitsamt der sonstigen Testreihen inklusive Lautstärke und Leistungsaufnahme der Schwerpunkt des Tests.
Wie schnell ist die Arc Pro B70 und damit die potenzielle Arc B770 also in Spiele-Benchmarks? Zeigt sich vielleicht auch ein weiterer Grund, warum es die Grafikkarte in dieser Form nicht für Spieler gibt? Und wie schlägt sich das Modell gegen die GeForce RTX 5060 Ti und die Radeon RX 9060 XT – die vermutlichen Gegenspieler für eine Arc B770? Das alles zeigt sich auf den kommenden Seiten.
Die Architektur der Intel Arc Pro B70 ist identisch mit der der Arc B580 – es handelt sich um Battlemage ohne jegliche Modifikationen. Neben der Technik ist ebenso die Fertigung gleich. Die einzigen Unterschiede zwischen der kleineren BMG-G21- und der größeren BMG-G31-GPU der Arc Pro B70 sind die Chipgröße und damit die Anzahl der Ausführungseinheiten.
Die BMG-G21-GPU kommt mit 20 Xe-Cores und damit 2.560 FP32-ALUs daher, beim BMG-G31, der auf der Arc Pro B70 im Vollausbau zum Einsatz kommt, sind es deren 32 Xe-Kerne und 4.096 ALUs. Damit gibt es 60 Prozent mehr Ausführungseinheiten. Da der offiziell angegebene Takt der großen Grafikkarte bei 2.800 MHz anstatt bei 2.670 MHz liegt, hat die Arc Pro B70 zumindest in der Theorie eine um 67 Prozent höhere Rechenleistung als die Arc B580.
Auch beim Speichersystem geht es nach vorne. Anstatt eines 192-Bit-Interfaces gibt es beim größeren BMG-G31 ein 256-Bit-Interface. Da die Speichergeschwindigkeit weiterhin bei 19 Gbps liegt, steigt die Speicherbandbreite analog um 33 Prozent an. Das ist nur halb so viel wie die Rechenleistung, was potenziell einen Engpass bedeuten kann, aber nicht muss. Das ist von der Software abhängig und natürlich davon, ob die Arc B770 überhaupt von der Bandbreite eingebremst wird oder ob diese im Überfluss vorhanden ist.