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Fire Emblem: Fortune’s Weave für die Nintendo Switch 2 im Test
von André Westphal
27. Sep. 2026 |
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Nintendo hat kürzlich mit "Fire Emblem: Fortune’s Weave" ein neues Taktik-RPG für die Switch 2 veröffentlicht. Für mich persönlich ist es vorher eine lange Durststrecke gewesen, denn für Multiplattform-Titel nutze ich die Plattform nicht. Insofern freue ich mich, dass jetzt endlich ein Game verfügbar ist, das in meiner subjektiven Rangliste der Exklusivtitel ganz oben rangiert.
Dabei bin ich tatsächlich Neuling in der Reihe "Fire Emblem", welche es schon seit der Ära des NES gibt. Es handelt sich hier um taktische Rollenspiele mit einer Anime-Ästhetik und epischen Storylines, die regelmäßig Spielzeiten von 50 oder bei Hardcore-Fans sogar 100 Stunden deutlich überschreiten. Der neueste Teil "Fire Emblem: Fortune’s Weave" knüpft dabei eher an den Community-Liebling "Fire Emblem: Three Houses" an als an das umstrittene "Fire Emblem Engage".
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Dabei bedient man sich im Übrigen eines geschickten Kniffs für Gameplay und Geschichte: Ihr startet in das JRPG in der Rolle des legendären Pale Raven, der wieder zum Leben erweckt worden ist. Diesen stummen Protagonisten könnt ihr auch optisch anpassen. Erwartet hier allerdings keinen Charaktereditor mit großem Umfang. Ihr wählt im Wesentlichen das Geschlecht, aus ein paar vorgefertigten Frisuren und leicht abweichenden Rüstungsdetails. Ohnehin wechselt ihr jedoch nach dem rund ein- bis zweistündigen Prolog die Perspektive. Dann schlüpft ihr nämlich in die Rolle eines von vier unterschiedlichen Helden aus der Vergangenheit.
Die Ursache für diese Zeitreise: In der Gegenwart drohen Untote, den Kontinent Dagda zu überschwemmen. Auch die vier Helden aus der Vergangenheit wurden korrumpiert. So seid ihr chancenlos. Doch gelingt es euch, die Zeit zu verändern, könnte sich das Blatt wenden. Mit der Hilfe der legendären Kämpfer (Flame Lords) hättet ihr erstmals eine echte Chance. Das Ganze hat dabei zum einen leichte „Game of Thrones“-Vibes, greift aber natürlich auch in die typische JRPG-Klischeekiste mit dem „Rette die Welt“-Szenario.
Der eigentliche Clou ist, dass ihr euch nach dem Prolog frei entscheiden könnt, welchem Handlungsstrang ihr weiter folgt. Schlüpft ihr in die Rolle des jungen Recken Cai, der nicht nur eine Mischung aus Naivität und Empathie mitbringt, sondern auch neue Reittiere zähmen kann? Oder zieht es euch eher zur rachsüchtigen Leda, die danach strebt, eine persönliche Tragödie zu bereinigen - auch, wenn das ihr eigenes Leben kosten sollte. Dabei sind die Texte im Übrigen auch auf Deutsch verfügbar, die Sprachausgabe hingegen ist nur in Englisch oder Japanisch vorhanden.
Dazu gesellen sich noch die martialische Königin Theodora sowie der so attraktive wie schattenhafte Dietrich, ein Nachfahre von Lamine, die die Fans aus "Fire Emblem: Three Houses" kennen. Es steht euch frei, welchen Handlungssträngen ihr als Erstes folgt, und zudem könnt ihr problemlos zwischen ihnen wechseln. Es ist also auch möglich, z. B. nach einigen Stunden mit Cai dessen Geschichte erstmal zu pausieren und stattdessen mit Dietrich oder eben einem anderen Flame Lord weiterzumachen.
Auf diese Weise bleibt das Gameplay abwechslungsreich, denn jede der Figuren hat eine eigene Kampagne mit abweichender Atmosphäre, Begleitern und Gameplay-Mechaniken. Wie erwähnt, kann Cai etwa Reittiere zähmen und nutzen, während Leda sich auch als Musikerin verdingt und Auftritte an bestimmten Punkten der Map absolvieren kann.
In "Fire Emblem: Fortune’s Weave" gibt es mehrere Gameplay-Säulen. Zum einen wären da natürlich die rundenbasierten Kämpfe. Diese gibt es in zwei Varianten. Als "Nebenschauplatz" gibt es kürzere Scharmützel beim Erkunden von Dungeons. Hier könnt ihr eure